Viele Autobahnbrücken befinden sich in einem schlechten Zustand

Über den Zustand der Brücken in Deutschland werden sich bisher wohl nur die wenigsten Autofahrer tatsächlich Gedanken gemacht haben. Ich persönlich muss zugeben, dass es mir nicht anders geht: Allenfalls im Ausland habe ich ab und an schon einmal darüber nachgedacht, ob es wirklich sinnvoll ist, über eine Brücke älteren Baujahrs zu gehen oder zu fahren. Doch wie es aussieht, stellen Bauschäden an Brücken auch in Deutschland ein großes Problem dar.

Wie „Spiegel Online“ schreibt, handelt es sich hierbei um ein sehr ernst zu nehmendes Thema. Es sind vor allem Autobahnbrücken, die den Experten sehr große Sorgen bereiten. Von den 300 Spannbetonbrücken, die sich in der Hamburger Region befinden, sollen 120 Brücken einem erhöhten Risiko unterliegen: Die Brücken wurden vor 1979 erbaut – in Zeiten, in denen teilweise minderwertiger Stahl verwendet wurde. Sollte der verwendete Stahl zu rosten beginnen, droht Einsturzgefahr.

Allerdings sind längst nicht nur die Autobahnbrücken in Hamburg betroffen. Die Experten zählen im Bundesgebiet insgesamt 3300 Brücken, die in diese Kategorie fallen. Dieser Umstand macht es auch so schwierig, das Problem anzugehen: Allein die Sanierung einer einzigen Brücke kostet bereits eine Unmenge an Geld – bei 3300 Brücken wird jedoch ein Kostenpunkt erreicht, der Bund und Länder schnell vor ein großes Problem stellen kann. Laut der Bundesanstalt für Straßenwesen müssten schätzungsweise fünf bis sieben Milliarden Euro aufgewendet werden, um allein die großen Brücken zu reparieren.

Weil das Geld fehlt, wird in erster Linie auf fortlaufende Kontrollen gesetzt: Die Brücken werden regelmäßig untersucht, damit Zustandsverschlechterungen schnell bzw. rechtzeitig erkannt werden – das muss vorerst reichen.

Speak Your Mind

*