In den letzten Monaten war der stark angeschlagene US-Automarkt wieder spürbar in Bewegung gekommen. Die Autohersteller konnten ein deutliches Absatzplus verzeichnen und es kam wieder Hoffnung auf. Auslöser war das staatliche Förderprogramm „Cash for Clunkers“. Das Programm kann in etwa mit der deutschen Abwrackprämie verglichen werden: Wer seine alte Rostlaube verschrotten lässt, erhält eine finanzielle Förderung beim Neuwagenkauf. Das Programm kam bei der US-Amerikanern sehr gut an: Innerhalb weniger Wochen wurde der Fördertopf in Höhe von drei Mrd. US-Dollar aufgebraucht.
Wie die „Financial Times Deutschland“ berichtet, konnte der US-Automarkt den neu gewonnenen Schwung nicht lange halten. Seitdem der Fördertopf aufgebraucht ist, sind die Neuwagenkäufe wieder sehr stark eingebrochen. Die großen US-Autobauer General Motors und Chrysler mussten im vergangenen Monate starke Absatzeinbrüche verzeichnen: Die Neuwagenverkäufe sind fast um die Hälfte eingebrochen.
Interessant sind auch die Absatzzahlen des Smart: Schon seit längerer Zeit heißt es, der Smart sei in den den USA so begehrt, dass Autokäufer eine lange Wartezeit in Kauf nehmen müssen. Allerdings soll Daimler im vergangenen Monat gerade einmal 814 Einheiten auf dem US-Markt abgesetzt haben – keine sehr beeindruckende Zahl.
Mehr Grund zur Freude haben Porsche und BMW: Die deutschen Premium-Hersteller konnten ihre Absatzzahlen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sogar steigern. Gegenüber den US-Autoherstellern schneiden sie vor allem deshalb so gut ab, weil sie schlichtweg die zeitgemäßeren Fahrzeuge im Programm haben. Experten gehen davon aus, dass es noch Jahre dauern wird, bis General Motors und Chrysler die Fahrzeuge produzieren, die auch gefragt sind.
Letzte Kommentare