Wahlkampf 2009: Was die Linke zum Thema Auto zu vermelden hat

Die Grünen wurden von mir hochgelobt: Ich war sehr parteiisch – was man bei einer Partei ja ruhig einmal sein darf, oder? Jetzt werfe ich einen Blick in das Wahlprogramm der Linken: Was steht dort zum Thema Auto?

Auch dieses Wahlprogramm hat einen Namen: “Konsequent sozial. Für Demokratie und Frieden.” Das Suchwort “Auto” führt mich zuerst auf Seite 17. Dort geht es um die Forderung eines Tempolimits auf deutschen Autobahnen. Wenig später folgt ein Statement zu neuen Autobahnprojekten, die es lt. Linke nicht mehr geben soll. Zum Thema Auto wars das eigentlich.

Beim Suchbegriff “Verkehr” kommt dann doch noch mehr. Die Linke möchte den öffentlichen Verkehr massiv ausbauen, während der Indivualverkehr durch Restriktionen beim CO2-Ausstoss eingeschränkt werden soll. Der öffentliche Verkehr soll eindeutig zu Lasten des Individualverkehrs ausgebaut werden. Das liegt auch daran, dass der Verkehr nach wie vor immer mehr CO2 emittiert. Die Linke fordert deshalb eine ökologische Verkehrswende.

Nach “Elektroauto” sucht man im Wahlprogramm vergebens. Dementsprechend gibt es auch keine Ideen oder gar konkrete Pläne, die die Partei zu diesem Thema hat. Fazit: Auch bei dieser Partei ist für verkehrspolitisch interessierte Menschen nicht viel zu holen. Außer einem Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs hat die Partei nicht viel zu sagen. Die Ergebnisse dieser Ideenlosigkeit kann man täglich in Berlin beobachten.

Weil auf den großen Straßen immer weniger Platz für Autos ist, bewegen sich regelmäßig Autokonvois durch Wohngebiete mit kleinen Straßen, die dem Dauerstau entfliehen wollen und – dem Navi vertrauend – einfach nach rechts abbiegen. Und dort natürlich auf Verkehrsteilnehmer wie Radfahrer und Fußgänger treffen, die dem Verkehr auf den großen Straßen entkommen wollten.

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