Das Bundesumweltministerium hat eine Kurzstrecken-Kampagne gestartet, bei der es darum geht, kurze Strecken nicht mit dem Auto zu bewältigen. Wenn man denn die Wahl hat, aufs Radel umzusteigen. Alle Infos dazu gibts im Internet unter dem Titel www.kopf-an.de.
Da sage noch einer, dass es keine freien sinnvollen Internetadressen mehr gibt: Für seine Kampagne “Kopf an: Motor aus. Für null CO2 auf Kurzstrecken.” hat das Bundesumweltministerium (BMU) die freie Domain “www.kopf-an.de” gefunden – und darauf alle Infos zu dieser Initiative positioniert, die Teil der BMU Klimaschutzinitiative ist.
Vor einiger Zeit habe ich ja an dieser Stelle darüber berichtet, dass der derzeitige Autoverkaufsboom, der durch die Abwrackprämie ausgelöst wurde, an Autos mit geringeren CO2-Emissionen ein bisschen vorbeigeht. Die Autofahrer dieses Landes scheinen sich für dieses Thema nicht sonderlich zu interessieren. Es wundert also nicht, dass das BMU eine Klimaschutzinitiative gestartet hat, die sich direkt an Autofahrer richtet.
Noch immer sind es kurze Strecken, die von Autofahrern in den meisten Fällen per Auto bewältigt werden. Das möchte das BMU ändern. In mehreren Städten wurden zuerst einmal Radfahrer und Fußgänger dafür belohnt, dass sie eben nicht mit dem Auto fuhren: 200 Nicht-Autofahrer wurden von einer attraktiven Dame kostenlos umarmt. Autofahrer wurden zudem mit Plakaten, Radio- und Kinospots angesprochen.
Unter den drei Schlagworten “Kurzstrecke ist Gesundheitsstrecke”, “Kurzstrecke ist Umweltschutzstrecke” und “Kurzstrecke ist Bildungsstrecke” werden die Vorteile der autofreien Kurzstreckenbewältigung im Internet dargestellt. Die Kampagnen versuchen, auf den pädagogischen Zeigefinger zu verzichten, sondern versuchen es stattdessen mit Ironie: “Ts, Ts, mit dem Auto in den Bioladen…!”.
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