US-Journalist schreibt auto-ritäres Buch

“Warum wir fahren, wie wir fahren und was das über uns sagt” ist der Untertitel des neuen Buches des US-Journalisten Tom Vanderbilt, das den einfachen Titel “Auto” trägt. In diesem Buch verrät der Autor auf 480 Seiten, welche psychologischen Geheimnisse hinter Phänomenen des Straßenverkehrs stecken. Das Magazin der Süddeutschen Zeitung hat den Autoren zu diesem Buch befragt.

Das Buch “Auto”, das im englischen Original “Traffic” heißt, erzählt einiges über unser Verhalten im Straßenverkehr. Der Erfolg des Buches in den USA und Deutschland liegt nicht nur darin, dass das Thema grundsätzlich viele Interessenten findet, sondern besonders daran, dass gängige Erklärungsmuster für Verkehrsphänomene auf den Prüfstand kommen und aufgeklärt werden.

Im Buch klärt der Autor zum Beispiel folgende Fragen: Warum gibts mehr Unfälle bei schönem Wetter? Warum fährt man mit Beifahrer sicherer? Warum fahren Radler mit Fahrradhelm gefährlicher? Warum sind Leitplanken unfallgefährlicher? Und warum sind Geländewagen besonders häufig in Unfälle verwickelt? Für die Antworten hat sich der Autor die besten Experten auf den jeweiligen Gebieten gesucht.

Besonders frappierend sind natürlich Maßnahmen, die genau das Gegenteil ihrer Absicht hervorrufen. So gilt es anscheinend als sicher, dass eine Straße mit breiteren Straßen, Leitplanken und Warnschildern zu mehr Unfällen führt. Grund: Die Autofahrer fahren zügigiger, weil sie sich sicherer fühlen. Ähnliches gilt für Fahrradfahrer mit Helm: Autofahrerer fahren dichter an solchen Fahrradfahrern vorbei, weil sie sicherer wirken.

Die Quintessenz ist, dass ein Verkehr, der wenig geregelt wird, am wenigsten Unfälle verursacht, weil die Autofahrer vorsichtiger fahren. Ansonsten sollte man sich vor Menschen hüten, die am Steuer essen, telefonieren – oder noch schlimmer – ein Lied auf dem MP3-Player suchen. Unfallvermeidend wirkt sich hingegen die Anwesenheit eines Beifahrers aus, vermutlich, weil man sich beim fahren beobachtet fühlt. Das Interview kann man hier http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/29749 nachlesen. Das Buch gibts im Buchhandel.

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