Daimler reicht Beteiligung an Tesla stückweise weiter

Erst vor wenigen Wochen überraschten Daimler und Tesla Motors mit der Mitteilung, Daimler habe rund 10 Prozent am amerikanischen Autoentwickler und Kleinserienhersteller übernommen. Ziel sei es, die Entwicklung neuer Technologien voranzutreiben und gleichzeitig einen Knowhow Transfer vorzunehmen: Daimler möchte an der Batterie-Kompetenz, die Tesla Motors aufgebaut hat, teilhaben.

Doch nun folgt die nächste Überraschung: Daimler hat nun wiederum einen Teil seines Tesla Engagements weitergereicht. Laut der „Welt Online“ soll Daimler 40 Prozent seiner Tesla Beteiligung an den Staatsfonds von Abu Dhabi weitergereicht haben. Dieser war erst zu Beginn des Jahres mit einer Milliardenbeteiligung bei Daimler eingestiegen.

Die Weiterreichung der Tesla Beteiligung soll jedoch keine Auswirkungen auf das Geschäft bei Daimler und Tesla Motors haben. Wie ein Sprecher von Daimler mitteilte, wolle der Großinvestor ebenfalls bewusst in zukunftsträchtige Technologien investieren und dazu beitragen, die Entwicklung von Elektrofahrzeugen voranzutreiben.

Wenn man bedenkt, dass das Emirat Abu Dhabi durch den Verkauf von Erdöl zu seinem Reichtum gekommen ist, verwundert diese Vorgehensweise zunächst – eigentlich sollte man meinen, dass Daimlers Großinvestor daran interessiert ist, weiterhin eine Menge Öl zu verkaufen. Auf der anderen Seite wissen die reichen Öl-Länder, dass ihre Vorräte in absehbarer Zeit zuneige gehen werden und sie sich bereits jetzt strategisch neu ausrichten sollten.

Dass es Daimler mit seinem Elektro-Engagement sehr ernst meint, wird unter anderem an den Plänen des Autokonzerns ersichtlich: Nicht nur kleine Modelle wie die A-Klasse sollen als reine Elektromodelle erhältlich sein – auch Supersportwagen sollen künftig als Stromer entwickelt und produziert werden.

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