Gestern lag die neue Auto Motor Sport druckfrisch im Briefkasten. Ich habe gerade ein kostenloses Probeabo gemacht, bei der ich ein Heft zugeschickt bekomme. Beim Durchblättern fragte ich mich schon, für wen diese Zeitschrift eigentlich gemacht wird: Ein Großteil der Beiträge widmet sich unbezahlbaren Autos. Ist dies in den heutigen Zeiten wirklich noch interessant?
Die Titelseite ist dem Mercedes C-Klasse Coupé gewidmet. Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, kommt das Fahrzeug Anfang 2011 auf den Markt (also in 1,5 Jahren) – dann aber immerhin mit einem Hybrid-Antrieb. In diesem Artikel wird auch über die neue Ökostrategie des Autobauers berichtet. Der Daimler-Entwicklungschef Thomas Weber darf davon parlieren, wieviel Zeit sich Mercedes noch lassen will, um sich auf die Erfordernisse der näheren Zukunft einzustellen. Wer findet das interessant?
Ein paar Seiten weiter findet sich ein Fahrbericht über den neuen Porsche Panamera. Den neuen Viertürer gibt es jetzt ab 94.575 Euro. Wenn man sich die Zulassungszahlen im gleichen Heft anschaut, scheint es sich hierbei nicht um ein Fahrzeug zu handeln, was die Menschen derzeit kaufen – Porsche muss ja auch erhebliche Einbußen hinnehmen. Okay, ein schönes Auto – aber wen interessiert das?
Kurz danach findet man einen Cabrio-Vergleichstest zwischen einem Audi A5 und einem BMW 320d, den der Audi gewonnen hat. Beide Fahrzeuge kosten um die 40.000 Euro. Aber richtig krass wird’s mit dem Artikel über den Aston Martin V12 Vantage: Vier Seiten über ein Zwölfzylinder-Geschoss mit 517 PS, für das man fast 170.000 Euro hinblättern muss. Damit nicht genug: Unter dem Titel “Röhr-Gerät” amüsiert sich die Zeitschrift mit dem Ferrari Scuderia Spider 16M, von dem es nur 499 Stück à 255.350 Euro geben wird.
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