Die Marke Mercedes-Benz ist mehr als ein Synonym für Eleganz und deutsche Wertarbeit. Mercedes-Benz genießt ebenso den Ruf, die sichersten Autos der Welt zu bauen. Doch wie es sich für einen Ruf gehört, muss dieser fortlaufend verteidigt und ebenso unter Beweis gestellt werden. Deshalb sind die Daimler-Ingenieure auch intensiv damit beschäftigt, bestehende Technologien zu verbessern und neue Technologien zu schaffen.
Diese Woche hat Daimler ein Experimentalfahrzeug vorgestellt, dessen Aufgabe letzten Endes darin besteht, neue Sicherheitstechniken zu demonstrieren und entsprechenden Tests in der Praxis durchzuführen. Das Fahrzeug trägt die Bezeichnung ESF 2009 und wartet mit vielen Neuerungen auf, die möglicherweise schon in naher Zukunft in Serie gehen.
Das Spektrum an neuen Sicherheitstechniken, die von Daimler getestet werden, ist relativ groß. Es beginnt mit vergleichsweise einfachen Sicherheitskonzepten, die jedoch eine große Wirkung haben können. Eines der besten Beispiele ist der Gurt, der bei einem Umfall seine Auflagefläche verdoppelt. Mit speziellen Nähten sowie einer Gasladung, die den Gurt noch vor dem Auslösen aufbläst, soll dieses Ziel erreicht werden: Die Auflagefläche verdoppelt sich und verteilt die einwirkende Kraft gleichmäßiger, um Verletzungen somit vorzubeugen.
Auch den klassischen Airbag wollen die Daimler-Ingenieure verbessert haben. Neue elektronische Systeme werten unzählige Parameter (Geschwindigkeit, Sitzposition etc.) aus und entscheiden dann über die Intensität der Gasladung. Laut Pressebericht werden je nach Situation zwischen 90 und 150 Liter Gas in einen Airbag gepumpt.
Mit dem „Braking Bag“ präsentiert Daimler ein neues Notfall-Bremssystem: Vor einem unausweichlichen Unfall soll eine Art Airbag ausgelöst werden, der sich hinter der Vorderachse befindet. Er erhöht den Bremswiderstand und verkürzt somit den Bremsweg.
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