Kein anderer Autohersteller scheint derzeit die Entwicklung der Brennstoffzelle so stark voranzutreiben wie Daimler. Dies wird vor allem an einem neuen Pilotprojekt erkenntlich, das der Autohersteller in Zusammenarbeit mit der Stadt Hamburg sowie den Energieunternehmen Shell, Total und Vattenfall Europe angestoßen hat. Ziel des Projektes ist die Entwicklung neuer Technologien sowie deren Erprobung im öffentlichen Straßenverkehr.
Obwohl Daimler im Süden Deutschlands beheimatet ist, hat sich das Management des Autobauers bewusst für die Hansestadt entschieden. Denn in Hamburg werden bereits seit einigen Jahren mehrere Busse im Rahmen des ÖPNV getestet, die ebenfalls mit der Brennstoffzellentechnologie ausgestattet sind und aus dem Hause Daimler stammen. Diese Erprobung soll nun ausgebaut werden: Bereits im nächsten Jahr sollen weitere Busse folgen, so dass sich die Gesamtzahl der Busflotte auf insgesamt 10 Fahrzeuge beläuft.
Doch nicht nur Busse sollen erprobt werden: Auch die Brennstoffzellenversion der Mercedes B-Klasse soll bald nachziehen. An der Entwicklung dieses Fahrzeugs liegt Daimler besonders viel: Die Brennstoffzelle könnte den Elektromotor endlich praxistauglich machen, weil das Problem mit der Energiespeicherung gelöst wäre. Teure Lithium-Ionen Akkus werden nicht benötigt. Stattdessen wird der Wasserstoff in der Brennstoffzelle per Elektrolyse in Strom gewandelt, der wiederum den Elektromotor antreibt.
Die Energieunternehmen befinden sich mit an Bord des Projekts, weil sie großes Interesse an der Schaffung einer entsprechenden Infrastruktur hegen. Wie „Focus online“ mitteilt, sollen im Rahmen des Projekts vier öffentliche Wasserstofftankstellen entstehen. Der Wasserstoff soll übrigens auf regenerative Weise erzeugt werden: Diese Aufgabe übernimmt der Energieversorger Vattenfall, der bereits jetzt für die Wasserstoffbereitstellung der im Einsatz befindlichen Busse verantwortlich ist.
Letzte Kommentare