Die Bundesdruckerei, die sonst für den Druck bzw. die Herstellung unserer Personalausweise verantwortlich ist, hat auf der Cebit in Hannover das elektronische Kennzeichen vorgestellt. Hierbei handelt es sich um ein Kfz-Kennzeichen, das dem Autofahrer bei Behördengängen bzw. der Ummeldung von Fahrzeugen eine große Hilfe sein soll.
Im Grunde genommen ging es der Bundesdruckerei gar nicht darum, ein neues Kennzeichen zu präsentieren, sondern vielmehr ging es um die Verdeutlichung eines vereinfachten Prozesses, der mit Hilfe des Internets umgesetzt werden kann. Das Ziel ist es, dass Autofahrer ihre Fahrzeuge selbst ummelden können, ohne dabei ein Amt bzw. die Zulassungsstelle aufsuchen zu müssen – auf diese Weise könnten sie eine Menge Zeit sparen.
Das Prinzip ist denkbar einfach: Der Autofahrer muss sich auf dem entsprechenden Portal im Internet anmelden bzw. mit einem speziellen elektronischen Ausweis legitimieren. Anschließend befindet er sich in der Lage, diverse Behördengänge vorzunehmen, unter anderem auch die Ummeldung des Fahrzeugs. So kann er sich zum Beispiel online ein Wunschkennzeichen auswählen und anschließend die Ummeldung abschließen. Die Kosten, die mit dem Behördengang verbunden sind, werden per EC-Karte abgerechnet.
Per GSM oder UMTS nimmt die Behörde eine Datenübermittlung an das Fahrzeug vor. Dieses ist mit einem speziellen Nummernschild ausgestattet, das die Nummer dann ganz einfach abändert. Genau genommen handelt es sich beim Kennzeichen um nicht anders als ein Display.
Ob diese Technologie jemals kommen wird, ist allerdings sehr fragwürdig. Sie kann aus meiner Sicht vielmehr als Demonstration für die Einsatzmöglichkeiten von Displays betrachtet werden. Entsprechende Kennzeichen zu fertigen, die für den alltäglichen Einsatz geeignet sind, halte ich für sehr schwierig. Zudem würde man es Kriminellen leichter machen, Kennzeichen kurzerhand zu manipulieren.
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