Die Zeiten, in denen die Entwicklung des Elektro-Antriebs gebührend gefeiert wurde, scheinen zunächst einmal beendet zu sein. Konzerne wie BMW und Daimler bekommen die Wirtschaftskrise mit voller Wucht zu spüren, so dass Experten mit Verzögerungen bei Entwicklung und Produktion der Elektrofahrzeuge rechnen. Außerdem scheinen sich die Entwickler überschätzt zu haben: Zunehmend mehr Stimmen werden laut, die große Probleme bei der Entwicklung und Produktion von Akkus attestieren.
Dennoch müssen die großen Träume von Elektroautos, die eines Tages unsere Straßen befahren, nicht gleich begraben werden: Zumindest die Energieversorger lassen die Anhänger der Elektroauto-Szene hoffen. Wie das „Handelsblatt“ berichtet, treffen sich derzeit Abgesandte von der Autohersteller und Energiekonzerne, die gemeinsam daran arbeiten, Standards für die Ladeverfahren der Elektroautos zu entwickeln und sich auf diese zu einigen.
Diese Meldung ist auf jeden Fall sehr positiv einzustufen: Bisher kochte jeder sein eigenes Süppchen. Alle Autohersteller, die Elektrofahrzeuge erproben, ließen sich von mindestens einem Energiekonzern beraten. Hierbei wurden die unterschiedlichsten Ansätze und Konzepte entwickelt, wenn es darum geht, die Akkus der Fahrzeuge zu laden. Doch die Unternehmen haben erkannt, dass die Einigung auf standardisierte Anschlüsse, Ladetechniken etc. unverzichtbar ist. Immerhin sind die Energieversorger dazu gezwungen, Investitionen in Milliardenhöhe zu tätigen.
Bei den teilnehmenden Unternehmen handelt es sich um Autohersteller und Energieversorger aus ganz Europa. Wie das IT Web-Journal „golem“ berichtet, haben sich die Unternehmen bereits auf einige Standards einigen können. So soll zum Beispiel bereits feststehen, dass sich die Kabel, die für den Ladevorgang benötigt werden, direkt am Fahrzeug befinden – und nicht an der Ladestation. Viele andere Fragen, beispielsweise über die Ladespannung etc. seien hingegen noch ungeklärt.
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