Auch Volkswagen bekommt die Wirtschaftskrise zu spüren

Die Automobilindustrie durchlebt augenblicklich eine sehr schwere Zeit. Aufgrund des Einbruchs der Nachfrage stehen bei etlichen Autoherstellern die Fließbänder still und es wird Kurzarbeit verhängt. Hiervon ist mittlerweile auch Volkswagen betroffen. Im Gegensatz zu anderen Unternehmen wie Opel, BMW oder Daimler konnte der Autohersteller wesentlich beruhigter in die Zukunft blicken, weil der Fahrzeugabsatz längst nicht so stark eingebrochen war. Doch nun kann sich auch der große Autokonzern nicht mehr der aktuellen Wirtschaftslage entziehen und sieht sich daher dazu gezwungen, entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Wie die „Tagesschau“ berichtet, hat man im Hause VW beschlossen, an einigen Standorten die Kurzarbeit einzuführen – betroffen sind 60.000 Mitarbeiter. Vorerst wolle man der schwächelnden Wirtschaft auf diese Weise entgegentreten. Die Kurzarbeit führt dazu, dass zunächst einmal Überstunden abgebaut werden. Sofern sich diese über einen längeren Zeitraum erstreckt, müssen sich die Mitarbeiter mit geringeren Löhnen und Gehältern abfinden. Allerdings sind viele Menschen hierzu gern bereit, schließlich ist ein vorübergehend niedrigeres Einkommen immer noch besser als der Verlust des Jobs. Im Übrigen ist es das erste Mal seit 25 Jahren, in denen VW Kurzarbeit verhängen muss.

Auf der anderen Seite gibt es aber auch eine kleine positive Nachricht zu vermelden. Weil die Einführung der Abwrackprämie so erfolgreich verläuft, muss VW noch einmal das Fließband für den Polo anwerfen. Ursprünglich sollte der Wagen nicht mehr produziert werden, weil in etwa einem halben Jahr das Nachfolgemodell auf den Markt kommt. Doch wie „auto motor und sport“ schreibt, sei die Nachfrage derzeit so groß, dass man kurzerhand weitere 30.000 Einheiten produzieren werde – wenn auch nicht in Deutschland, sondern im spanischen Werk Pamplona.

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