281 Brandanschläge auf Autos hat es in Berlin in den letzten Jahren gegeben. Die Bild-Zeitung berichtete, dass es seit 2002 sogar 365 Brandanschläge gegeben hat. Alleine im laufenden Jahr gingen schon 23 Autos in Flammen auf. Schwerpunkt dieser schwachsinnigen Aktivitäten sollen die Szeneviertel Mitte, Prenzlauer Berg, Kreuzberg und Friedrichshain sein. Getroffen hat es in erster Linie Mercedes Fahrzeuge. Prominentes Autoopfer wurde der Porsche Cayenne des Ex-Chefs der Loveparade Ralf Regitz. Aber auch VW, BMW und Opel wurden angesteckt.
Die Polizei tappt noch völlig im Dunklen. Es konnte noch kein einziger Verdächtiger ermittelt werden. Vermutet wird, dass es sich bei den Brandstiftern um Angehörige der linken Szene handelt, die sich in erster Linie hochwertige Marken aussuchen, um so ihren Protest gegen wohlhabende Bewohner ihres Kiezes auszudrücken. Wenn man sich allerdings die google-map auf der Internetseite anschaut, kann man erkennen, dass die Tatorte doch sehr weit verteilt liegen. Auch völlig abseitige Berliner Bezirke sind von Anschlägen betroffen. Welche linke Szene sich also im Nobelbezirk Zehlendorf von einem Premium-Fahrzeug belästigt fühlen könnte, bleibt unklar. Aber da es keine Bekennerschreiben gibt, werden diese Vermutungen geäußert.
Kreuzberger Augenzeugen eines derartigen Feuerüberfalls haben spontan Fotos der Bergung des Autowracks gemacht und dieses ins Internet gestellt. Anscheinend gab es zu diesem Zeitpunkt nicht gerade viel zu tun, denn es kamen nicht nur Fragen auf, sondern es wurden auch Antworten gesucht und gefunden. Das Ergebnis der Recherche lässt sich auf der Internetseite www.brennende-autos.de besichtigen. Dort findet sich eine google-map auf der alle 281 Tatorte verzeichnet sind. Ein Klick auf die rote Blase verrät die genaue Adresse und welche Automarke dort angezündet wurde.
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