Die Anschnallquote im Auto ist rückläufig

Es hat relativ lange gedauert, bis die Autofahrer in Deutschland davon überzeugt werden konnten, sich beim Autofahren anzuschnallen. Sehr viel Aufklärungsarbeit war erforderlich, um die Menschen langsam aber sicher dazu zu bringen, sich vor jeder Autofahrt anzugurten und somit die eigene Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen. Bereits seit Jahrzehnten wird von Verkehrsexperten gepredigt, welch enorm hohe Bedeutung dem Sicherheitsgurt zukommt – lange Zeit mit Erfolg: Für zunehmend mehr Menschen wurde es zur Selbstverständlichkeit, sich anzuschnallen.

Doch wie der ADAC nun berichtet, ist der Trend rückläufig: Die Deutschen scheinen langsam aber sicher wieder zum Gurtmuffel zu avancieren. Insbesondere in den Städten sei festzustellen, dass sich die Autofahrer nicht mehr ganz so häufig anschnallen. Einen besonders großen Anteil der Autofahrer, die sich nicht anschnallen, machen die jungen Autofahrer aus: Die Zurückhaltung gegenüber dem Angurten ist bei dieser Gruppe am größten.

Um den Autofahrern aufzuzeigen, welch hohe Bedeutung dem Angurten zu Gute kommt, hat der ADAC eine entsprechende Kampagne gestartet. Im Rahmen dieser Kampagne wird vor allem auf Abschreckung gesetzt. So wurden unter anderem im Internet mehrere Videos von Crashtests veröffentlicht. In den Videos sind Dummies zu sehen, die unangeschnallt durch die Autos geschleudert werden.

Welche Wirkung diese Videos haben und ob sie bei den Autofahrern auch ankommen, ist allerdings eine andere Frage. Experten geben unter anderem der gestiegenen Sicherheit in den Fahrzeugen bzw. Systemen wie zum Beispiel dem Airbag die Schuld, dass sich weniger Menschen anschnallen: Aufgrund der zahlreichen Systeme halten es einige Autofahrer nicht mehr für notwendig, die Gurte anlegen zu müssen.

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