CO2-basierte Kfz-Steuer wird vorangetrieben

Wie die Financial Times Deutschland (FTD) heute berichtet, scheint die Bundesregierung bei der geplanten Reform der Kfz-Steuer jetzt Nägel mit Köpfen zu machen. Innerhalb von zwei bis drei Wochen sollen Experten des Bundesfinanzministeriums ein auf dem CO2-Ausstoß basierendes Modell erarbeiten. Mit der Umsetzung könnte rein theoretisch bereits am 1. Juli 2009 begonnen werden. Aufgrund verwaltungstechnischer Schwierigkeiten, einen Wechsel im laufenden Jahr zu vollziehen, sei es aber wahrscheinlicher, dass die neue Steuer zum 1. Januar 2010 eingeführt werde.

Die Pläne sehen vor, dass für Fahrzeuge mit einem CO2-Ausstoß bis 100 Gramm je Kilometer die Kfz-Steuer ganz entfällt. Jedes Gramm darüber soll dann gleich stark zu Buche schlagen. Eine 120-Gramm-Freigrenze, die ebenfalls diskutiert wird, biete zu wenig Anreiz, sich ein umweltverträgliches Auto zu kaufen. Zudem brächen die Steuereinnahmen dadurch zu stark ein. Bei welcher Grammzahl die Bundesregierung letztlich ansetzen wird, könnte sich bereits Anfang Januar im Rahmen des Koalitionsgespräches entscheiden. Verabschiedet habe man sich laut FTD von der Idee einer Abwrackprämie. Händler und Hersteller seien hier bereits seit Jahren aktiv und zahlten bis zu 3.000 Euro mehr als die Preisliste vorgebe.

Wie teuer oder günstig die CO2-basierte Steuer wird, lässt sich im Moment also noch nicht abschätzen. Sicher ist nur, dass Fahrzeuge mit hohem Verbrauch mehr Kohlendioxid an die Umwelt abgeben und damit stärker zur Kasse gebeten werden. Wie man den CO2-Ausstoß seines Autos berechnen kann, verrät die Bild-Zeitung. Der Durchschnittsverbrauch auf 100 Kilometer muss bei Benzinfahrzeugen mit 23,69 und bei Diesel mit 26,58 multipliziert werden. Ein Verbrauch von sieben Litern Benzin entspricht damit 166 Gramm CO2 je Kilometer.

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