Wie man ein Auto finanziert
Eigentum und Besitz oder nur Besitz und Nutzung? – Wer ein Auto fahren will, der muss sich entscheiden, ob es ihm laut Fahrzeugbrief gehören soll oder ob er es mit dem Fahrzeugschein nur fahren will. Wesentlich dürfte sein, wieviel Kaufkraft dem Mobilisten pro Monat abfließt, wenn es darum geht, von A nach B zu kommen. Und so kann nur derjenige den tatsächlichen Unterschied zwischen ‘echter’ Finanzierung ermessen, der sich rechnerisch auf dieselbe (!) Laufzeit darstellt, was ihn die Finanzierung pro Monat kostet.
Damit ist eines klar: wer ein Auto auf drei Jahre least, der muss schon wegen des Restwertes nach drei Jahren auch weniger an Abnutzung bedienen, die er seinem Fahrzeug “zugefügt” hat. Der, der finanziert, muss in derselben Zeit das Fahrzeug auf den Schuldwert “null” bedienen, oder bis zur Schluss-Ballon-Rate.
Wenn er diese leistet, hat er aber dann einen drei-jährigen Gebrauchten und woher die Schlussrate nehmen…? Wer also least, der kann pro Monat Kaufkraft sparen, die er entweder in eine andere Verwendung einsetzt oder er die rechnerische Differenz zur Abzahlungsfinanzierung einfach aufs Sparkonto trägt.
Autoverkäufer sind trotz allem in der Bredouille: die Zahlen der Neuzulassungen gehen stetig zurück, was die Hersteller zu immer neuen Rabatt- und Sonderaktionen veranlasst. Wenn es darum geht, wie ein neues Auto bezahlt werden soll, gibt es drei Möglichkeiten: Finanzierung oder Leasing oder eben bar bezahlen.
Vergleich nur bei gleicher Laufzeit zulässig!
Sind die drei Möglichkeiten genannt, gerät – warum auch immer- das Leasing für private Käufer in die “Nebenrolle”. Nur elf von 100 Befragten gaben an, dass sie für ihr nächstes Autos Leasing als Bezahlungsart wählen würden. Als “großer Gewinner” gilt dagegen der “Finanzierer”.
Beim Leasing betonen zwar auch Experten, dass es eigentlich nur lohne, wenn man die Leasingrate von der Steuer absetzen könne. Doch die Betrachtung ist zu einseitig. Und auch beim AvD in Frankfurt/Main gilt Leasing als “die teuerste Variante”, wenn auch die Begründung ausbleibt.
Legt der Verkäufer keine “Fallstricken in Leasingverträgen” und gilt auch die Kilometerleistung als ausreichend, hat man den richtigen Leasingpartner gefunden, auch wenn zusätzliche Kilometer schließlich, gesondert bezahlt werden müssen.
Bei der Finanzierung mit Ballonrate lockt zunächst eine niedrige monatliche Rate, die dann aber durch eine hohe Schlussrate erkauft wird. Andere Modelle sehen eine höhere Zahlung beim Kauf und danach moderate, monatliche Zahlungen, vor. Korrekt, um zum Leasing zu vergleichen, sind monatlich gleich bleibende Raten, die den Vorteil der ersparten Kaufkraft beim Leasing erkennen lassen.
Rabatte – aber wie??
Die Theorie bei der Barzahlung: Wer mit Bargeld beim Händler auftaucht, hat bessere Chancen auf einen großzügigen Rabatt. Und: dem Käufer gehört das Auto von Anfang an. Das nun ist manchem sehr wichtig, auch wenn es auf dem Fahrzeug nicht drauf steht.
Rabatte haben sich dennoch im Automobilgeschäft durchgesetzt, allerdings waren die Minderungen zuletzt wieder rückläufig. Lag das durchschnittliche Rabattniveau im Juli noch bei 17,5 Prozent, waren es nach CAR, dem Center Automotive Research, der Fachhochschule Gelsenkirchen kurz danach, nur noch 16 Prozent. Zur Zeit lässt sich in Anbetracht der Krise bei Neuwagenverkauf (November 2008) wieder besser verhandeln. Wenn der Partner erst mal angibt, wieviel er an einem Fahrzeug verdient, könnte man sich auf “Kippe” einigen – jeder von beiden soll denselben Vorteil haben. Das nun könnte tatsächlich noch kommen…
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