Wechsel der Kfz-Versicherung: Preis und Service sind ausschlaggebend

Die ABH Marketingservice GmbH hat im Rahmen ihrer Tracking-Studie „Wechselbereitschaft bei der Kfz-Versicherung 2005-2007“ insgesamt 3.085 Autofahrer befragt, mit interessanten Ergebnissen: Der Preis ist zwar nach wie vor der wichtigste Wechselgrund, steht bei den Wünschen an die neue Versicherungsgesellschaft jedoch nur auf Platz drei. Viel wichtiger ist den Kunden, dass die Kfz-Haftpflichtversicherung ihnen eine kulante Schadensabwicklung bietet und über eine transparente Tarifstruktur verfügt. Auch die freie Werkstättenwahl steht ganz weit oben auf der Liste der Anforderungen an die Assekuranz.

Bei den meisten Versicherungsnehmern bleibt es – wenn überhaupt – allerdings beim reinen Gedankenspiel und überwiegt die Treue zum bestehenden Vertragsverhältnis. Tatsächlich wechselt jedes Jahr nur jeder elfte Autobesitzer die Kfz-Haftpflichtversicherung und überlegen zehn Prozent, ob ein Wechsel sinnvoll wäre. Die Bereitschaft, eine neue, günstigere Police abzuschließen, überwiegt vor allem bei Männern, Internetnutzern, Viel- und jungen Fahrern. Bei ihnen hat die Studie den größten Wechselwillen gezeigt, hauptsächlich geleitet von Überlegungen zum Preis. Die Empfehlungen von Bekannten und die gute sowie ausführliche Beratung durch einen Versicherungsvertreter sind weitere Wechselgründe.

Hinter die Kulissen geblickt, zeigt sich dann aber sehr schnell, dass Wille und Umsetzung weit auseinander liegen. Das liegt bei den meisten Versicherten in erster Linie daran, dass der Versicherungsvergleich für die Kfz-Haftpflicht nur unwesentlich günstigere Angebote ergeben hat oder die Prämie für den aktuellen Vertrag reduziert wird. Zehn Prozent der Autofahrer vergessen zudem ganz einfach, rechtzeitig zu kündigen. Für die Versicherungsunternehmen heißt das aus Sicht von Studienleiter Wolfgang Alfs, dass sie insbesondere während der heißen Wechselphase die Bestandskunden „mit den richtigen Kundenbindungsmaßnahmen“ ansprechen müssen.

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