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Glück oder Pech mit der Auto-Werkstatt

Mo, 6th Oktober, 2008 - Posted by Wolfgang -

Manche nimmt schon mal das Doppelte!

Was sein muss, muss sein! - Nicht nur, wenn eine Reparatur am Auto auch noch die Sicherheit betrifft. Auf den vereinbarten Termin mit der Werkstatt und die Abgabe des Fahrzeugs muss man meist irgendwie nach Hause zu kommen. Nicht alle Werkstätten bieten auch allen Kunden ein Ersatz-Fahrzeugf; zwar meist kleiner als das eigene, aber dafür doch kostenlos.

Für die Verweildauer in der Werkstatt ohne Auto auszukommen, ist meist erträglicher als die Überraschung durch die Rechnung, wenn diese auch noch weit über die 100, 200 oder gar 300 Euro lautet. Selbst, wenn nur wenige Routinearbeiten zu erledigen waren.
Bei Reparatur und Wartung des Wagens eine Menge Geld zu sparen, gilt dann als möglich, wenn die richtige Werkstatt ausgewählt wurde.

Zwischen markengebundenen und freien Betrieben gibt es nämlich deutliche Preisunterschiede. Allein die Stundensätze, nach denen sich der Arbeitslohn einer Werkstatt berechnet, liegen für alle Werkstätten zwischen 40 bis 120 Euro, weiß man nicht nur beim Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK). Macht im einfachen Durchschnitt 67 Euro.

Stadt teurer als Land

Welchen Stundensatz eine Werkstatt nimmt, hängt laut ZDK von der Region, der Marke und der Ausstattung des Betriebs ab. Die teuerste freie Werkstatt in der Stadt gilt oft als deutlich teurer als die günstigste Vertragswerkstatt auf dem Land. Auch der Standort und der Wettbewerb am Ort spielten eine Rolle.

Maßgeblich für die späteren Kosten sind die benötigten Ersatzteile. Während freie Werkstätten nach Angaben des ADAC preiswerte Ersatzteile aus dem freien Teilehandel einsetzen oder auf Wunsch auch noch günstigere Gebrauchtteile, verwendeten markengebundene Betriebe vor allem die hochwertigeren Original-Ersatzteile der Hersteller. Einer der Gründe für die Preisunterschiede.
Kostet also zum Beispiel die Inspektion eines sechs Jahre alten Renault Kangoo inklusive Zahnriemenwechsel in einer Hamburger Filiale einer großen Werkstattkette 630 Euro. Bei Renault wäre der Aufwand ungefähr 400 Euro teurer geworden.

Partikelfilter-Nachrüstung

Auch die Partikelfilter-Nachrüstung am neun Jahre alten Audi A3 TDI beweist große Preisspannen. Die Audi-Niederlassung in der Großstadt verlangte laut Kostenvoranschlag 1200 Euro. Beim VW-Betrieb in der Kleinstadt wären es 760 Euro und der Freie auf dem Land kalkuliert nur mit 640 Euro.
Ein älterer Diesel, dem eine defekten Einspritzpumpe eingebaut wird, fordert beim Markenbetrieb für das Original-Ersatzteil des Autoherstellers rund 2200 Euro und bei der freien Werkstatt als Austauschteil vom Zulieferer für 720 Euro.

Die Devise heißt also: Gucken und vergleichen, sofern man die Möglichkeit dazu hat. Die Stundensätze müssen erkennbar für den Kunden aushängen und der Kostenvoranschlag macht die Teilekosten deutlich. Manche Betriebe bewerben ihre Leistungen mit Komplettangeboten.

Junge Neue in freie Werkstätten

Konten die Markenbetriebe früher noch auf ihre Stammkundschaft zählen,
gilt dies selbst für die Halter junger Autos nicht mehr.
Die freien Werkstätten haben von 2004 bis 2007 ihren Marktanteil von 40 auf 46 Prozent ausgebaut. Gleichzeitig ein Umsatzverlust für die gebundenen Werkstätten.
Als Grund gilt der zunehmend ältere Fahrzeugbestand, von dem Fahrzeuge über zehn Jahren in freien Betriebe gewartet und repariert werden. Doch auch neuere Fahrzeuge bis drei Jahre legten bei den die Freien zu.

ADAC-Werkstatttests

Bei hohem Konkurrenzkampf empfiehlt der ADAC, genau hinzuschauen, was man für sein Geld bekommen kann. Wurden doch bei den ADAC-Werkstatttests bei den freien wie bei den Markenwerkstätten deutliche Qualitätsunterschiede festgestellt.
Nicht immer zweifelsfrei: Werkstattketten locken zwar mit niedrigen Wartungspreisen - berechnen dann aber Teile, Öl und Bremsflüssigkeit extra. Manchmal wurden gar fragwürdige Zusatzleistungen aufgeschwatzt.

Doch Laien können eine Werkstatt kaum einschätzen, weshalb Empfehlungen wichtig sind, einen guten Betrieb zu finden. Und schließlich kann man sich auf den Werkstattbesuch vorbereiten, wenn der Blick ins Serviceheft erkennen lässt welche Wartungsarbeiten gelistet sind.
Wer dann noch die Füllstände von Öl, Kühl- und Bremsflüssigkeit kontrolliert, dem fällt schnell auf, wenn die Werkstatt so nebenbei erledigt und berechnet hat, was gar nicht erforderlich war.

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