Mo, 15th September, 2008 - Posted by
Richtige Lackpflege: Für dauerhaften Glanz am “Heilix Blechle”
“Zeige mir dein Auto und ich sage dir, wer du bist…!” - Wie mit dem äußeren Erscheinungsbild aus Anzug, Hemd, Krawatte und Schuhen beim Mann kann auch ein Fahrzeug so oder so aussehen. Im Süden der Republik ist es bis Freiburg und Tübingen oftmals der Saharastaub, der sich mit einem Regenguss aufs Auto legt und Fritz und Franz fast völlig aus dem Häuschen bringt.
Ob also gepflegt, verschmutzt oder eingesaut - beim Auto ist es der Lack, der als erstes das Bild vom Statussymbol abgibt.
Ist er noch neu, glänzt er wie von selbst. Mit zunehmender Laufleistung und Alter lässt der Glanz nach. Die Einflüsse im Winter sind dann so schädlich wie das Salz, dem man die Schuld geben darf. Das Make Up fürs “Heilix Blechle” ist in Gefahr.
Also ist es ratsam, sich in Herbst und Winter mit der Lackpflege zu beschäftigen, sofern man sein Auto tatsächlich mag.
Temperatur vernachlässigen
Lackpflege gilt vielen als wichtig, wenn auch in Sachen Autoreinigung und -pflege immer wieder Tipps gegeben werden, die falsch sind. Wird doch behauptet, dass die Autowäsche im Winter gar nicht sinnvoll sei. Grund: große Unterschiede zwischen Waschwasser-Temperatur und Außenluft könnten zu Lackschäden führen.
Das aber macht einem modernen Autolack nichts aus. Richtig ist, dass bei Kälte bei starken Minusgraden eine Wäsche nicht zu empfehlen, da das Wasser in Ritzen oder in den Türschlössern gefrieren könnte.
Empfehlung der Experten: Verzicht auf eine Autowäsche bei Temperaturen unter minus 5 Grad und wenn keine Garage zur Verfügung steht, in der das Auto frostfrei durchtrocknen kann.
Beschädigte Scheiben beachten
Bei tiefen Temperaturen kann eine Wäsche dann aber doch zu Schäden führen; zwar nicht am Lack, wenn der denn ohne Vorschaden ist, wohl aber bei beschädigter Frontscheibe. Hier kann es sein, dass die Schadstelle zu einem Riss wird.
Harmlos und wichtig wie eine Autowäsche ist es, den Lack mit Wachs zu behandeln. Eine Wachsschicht verschließt Lackporen und das hat den Vorteil, dass Wasser - und darin gelöstes Streusalz - schneller vom Lack abperlt und sich nicht festsetzt. Die übliche Wachsbehandlung in den Waschanlagen ist allerdings nur die schwächere Alternative zum Hand-Wachsen des Fahrzeugs, denn das Wachs nach der automatischen Autowäsche hält nicht so lange.
Auch ist in den Wintermonaten die Wahl der Waschanlage genau zu überlegen, weil die Anlagen meist mit Wasser-Rückgewinnung arbeiten. Das bedeutet, dass bereits genutztes Wasser erneut eingesetzt wird. Das nun gilt als nicht optimal, weil Salz dabei nicht ausgefiltert wird.
Vor Wintereinbruch sollte nicht zuletzt die Front des Wagens auf Lackschäden untersucht werden. Werden Schäden durch Steinschlag nicht beseitigt, ist Korrosion durch Feuchtigkeit und Salz schnell gegeben.
Der Einsatz von Lackstiften ist eine Möglichkeit, kleinere Stellen abzudecken. Wird es dann richtig winterlich, muss auch vor dem Starten des zugeschneiten oder auch vereisten Wagens an den Lack gedacht werden. Wer mit zu grobem Besen oder falschem Schaber das Fahrzeug von Schnee und Eis befreit, riskiert sicher den einen oder anderen Kratzer.
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Bei mindestens 15 Autos, die in den vergangenen 15, 16 Jahren als Erst- und Zweitwagen ge-laest wurden, stand das Thema Lack bei der L-Rücknahme nie zur Debatte.
Wer auf die Normal-Wäsche in den Waschanlagen vertraut, der kann einmal vor dem Winter mit Wachs-Programm ausreichend Schutz auftragen…
Übertreiben kann man die Wagen-Pflege allemal - das haben Reportagen im TV schon bewiesen: Sanstags geht was auf dem Waschplatz im Industriegebiet.