In dieser Woche werden Daimler und RWE ihr Projekt „e-mobility“ starten. Hierbei handelt es sich um ein Projekt, welches die Entwicklung und Verbreitung von Elektrofahrzeugen voranbringen soll. Konkret sieht das Projekt vor, dass in Berlin künftig 100 Fahrzeuge vom Typ des Elektro-Smart unterwegs sein sollen. Zwar hatte Daimler ein entsprechendes Projekt bereits vor zwei Jahren in London gestartet, doch nun will man auch im deutschen Raum aktiv werden. Der Unterschied zwischen den beiden Projekten in Berlin und London besteht darin, dass in London bereits eine Infrastruktur für Elektrofahrzeuge vorhanden war – für Deutschland trifft dies jedoch nicht zu. Aus diesem Grund befindet sich auch RWE an Bord: Der Energieversorger soll im Berliner Raum die Infrastruktur schaffen, damit die 100 Fahrzeuge vielen Ortes betankt bzw. aufgeladen werden können.
Das Projekt stößt sowohl in der Wirtschaft wie auch in der Politik auf großes Interesse. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, werden ranghohe Vertreter aus Wirtschaft und Politik beim Projektstart vertreten sein. Neben den Vorstandschefs von Daimler und RWE wird auch Bundeskanzlerin Angela Merkel vor Ort präsent sein.
In der Automobilwelt wird bereits kräftig über die Auswirkungen des Projekts spekuliert. Sofern sich die Elektro-Smarts behaupten können (wovon auszugehen ist, weil das Londoner Projekt bisher als viel versprechend gilt), stellt sich die Frage nach der Bereitstellung der Infrastruktur. Es könnte ein cleverer Schachzug von RWE gewesen sein, sich frühzeitig an Projekt „e-mobility“ zu beteiligen: Eventuell könnte der Energieriese eines Tages den Mineralölkonzernen echte Konkurrenz bereiten, die mit ihren Tankstellennetzen bisher den Markt dominieren. Auf der anderen Seite wird es noch eine ganze Weile dauern, bis dieses Thema wirklich aktuell wird – denn verfügbar ist der Elektro-Smart bisher nur für ausgewählte Testfahrer.
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