Fr, 29th August, 2008 - Posted by
Der Hybridantrieb gilt für Personenkraftwagen als zukunftsweisend. Jeder große und kleine Autobauer engagiert sich in Forschung und Entwicklung, um möglichst früh mit einem alltagstauglichen Modell am Markt zu sein. Auch bei den Zulieferern werden Allianzen geschmiedet, um der prognostizierten Nachfrage nach leistungsstarken Batterien gerecht werden zu können. Was in der Öffentlichkeit bislang eher untergegangen ist, sind die Bemühungen, auch im Nutzfahrzeugbereich langsam aber sicher den Schritt hin zum Hybrid-Lkw zu schaffen. Daimler gehört zu den Unternehmen, die in diesem Bereich sehr viel investieren.
Neuester Schachzug ist die Eröffnung eines globalen Hybridzentrums, in dem 50 Mitarbeiter die Aktivitäten von Daimler Trucks koordinieren sollen. Standort ist das japanische Kawasaki. Hier hat das zum Daimler Konzern gehörende Unternehmen Mitsubishi Fuso Truck and Bus Corporation (MFTBC) seinen Sitz. Leiter des Zentrums ist Fumio Akikawa, der sich seine Sporen in der Antriebsentwicklung bei MFTBC verdient hat und über die entsprechende Erfahrung verfügt. Das Unternehmen aus Japan ist seit über zehn Jahren aktiv, wenn es um Nutzfahrzeuge mit Hybridantrieb geht. Zur Flotte gehören unter anderem der Aero Star Eco, ein Hybridbus, der Lkw Canter Eco Hybrid und der Canter Eco-D.
Da es Daimler nicht nur darum geht, die Forschung und Entwicklung voranzutreiben, sondern auch den Nutzwert der Fahrzeuge unter Beweis zu stellen, startet das Unternehmen gleichzeitig den größten Flottentest für Hybrid-Lkw in Europa. Acht Kunden in London werden dazu mit zehn Canter Eco Hybrid beliefert. Drei Jahre lang sollen die Speditionen die 7,5-Tonner auf Herz und Nieren prüfen. Sie werden von einem kombinierten Diesel- und Elektromotor angetrieben, der eine Kraftstoffersparnis von bis zu 30 Prozent verspricht, abhängig vom Einsatzbereich. Generell geht man von einer Einsparung im Bereich von 15 Prozent aus – plus des geringeren CO2-Ausstoßes.
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