Di, 26th August, 2008 - Posted by
Die aktuelle Krise auf dem Automarkt sorgt auch dafür, dass die Autohersteller ihre Werbeetats kürzen. In den ersten sieben Monaten des Jahres wurden zehn Prozent weniger Werbeeuros ausgegeben als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres. Experten sagen, dass die Autowerbung immer austauschbarer und langweiliger wird. Grund hierfür ist, dass verkaufsorientierte Werbung dominiert, um zu retten, was zu retten ist. Da die Konsumenten immer weniger Geld ausgeben, möchte man wenigstens möglichst viele Kunden “abgreifen”, die gerade ein Auto kaufen wollen. Das möchte man erreichen, indem man konkrete Produktwerbung - also Werbung für Modelle - schaltet, die für Autofahrer in der Kaufphase besonders interessant ist. Imagewerbung, die schon eher für kreative Überraschungen gut ist, kommt dabei zu kurz.
Tatsächlich gibt es wenig Werbung für Autos, die über das übliche Schema “Überschrift - Autoabbildung - Text” hinausgeht. Wenn man Glück hat, findet man hierbei wenigstens eine Kampagnen-Idee wie beispielsweise für den Passat CC. Unter dem Motto “Der neue Passat CC. Wer ihn sieht, sieht nichts anderes.” wurde eine Werbemechanik kommuniziert, die über alle Medien funktionierte. Und der Slogan lässt sich tatsächlich aus dem attraktiven Design des Fahrzeugs ableiten. Ansonsten werden eben fahrende Autos ohne Fahrer auf autofreien Autobahnen gezeigt, die durch die Natur brettern. Oder schlimmer noch: Autos, die irgendwo stehen, was allerdings - angesichts unbezahlbarer Spritkosten oder Staus - vielleicht sogar die lebensnähere Abbildung ist. Auf jeden Fall wird man angesichts der geplanten Einsparungen bei der Werbung wohl eher noch weniger intelligente und unterhaltsame Werbung sehen.
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