Di, 26th August, 2008 - Posted by
Christian Wenger-Rosenau, der Gründer und Geschäftsführer des brandenburgischen Auto-Unternehmens Jetcar Zukunftsfahrzeug GmbH in Neuruppin erwartet eine Invasion billiger chinesischer Elektroautos, da diese den Markt für preiswerte Batterien und Elektroautos diktieren - sieht aber auch große Chancen für automobile europäische Nischenanbieter im E-Auto-Bereich.
In einem Interview mit der Tageszeitung Tagesspiegel hat Wenger-Rosenau seine Meinung über umweltfreundliche PKW und Elektroautos abgegeben. Insbesondere die Haltung der deutschen Autoindustrie und der Bundesregierung wird von ihm mehr als kritisch gesehen. Seiner Meinung nach unternimmt die Regierung alles, um die deutsche Autoindustrie vor unliebsamen Veränderungen zu schützen. Ein Elektroauto-Projekt wie in Israel, bei dem mit staatlichen 100 Millionen Dollar 500.000 Batterie-Wechselstationen flächendeckend aufgebaut werden, hält er in Deutschland nicht für möglich, weil die Staatsführung hierzulande den Status quo der Autoindustrie aufrecht erhalten möchte, die sich doch eher dem Verkauf großer Limousinen mit Verbrennungsmotor verschrieben hat. Er hält den Druck auf Israel aber auch für größer, weil viele Ölproduzenten nicht so gut auf das Land zu sprechen sind. Trotzdem ist es natürlich fraglich, ob ein derartiger Protektionismus die deutsche Autowirtschaft wirklich voranbringt. Jetcar lässt sich davon aber nicht beirren.
Das Unternehmen Jetcar baut kleine stromlinienförmige zweisitzige Fahrzeuge auf Bestellung - und in Handarbeit. Ein Exemplar dieses Flitzerchens kann man für schlappe 50.000 Euro auf die Straße bringen. Dafür bekommt man allerdings auch ein maßgeschneidertes Auto, dass immer die neueste Technik an Bord hat. Jetzt werden die Modelle auf Elektromotoren umgerüstet. Ab Anfang 2009 sollen fahrbereite Elektroautos aus Neuruppin auf dem Markt sein.
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