Mo, 25th August, 2008 - Posted by
In vielen Haushalten ist es Usus, dass am Samstag der Rasen im Vorgarten gemäht und das Auto auf Hochglanz poliert wird. Einfach nur durch die Waschstraße zu fahren, reicht nicht. Im Anschluss werden Polituren, Mikrofasertücher, Watte und allerhand Mittelchen aus dem Fachhandel zur Hand genommen, damit auch die verwinkelten Stellen tiptop sauber sind. An Angeboten für die Autopflege mangelt es nicht. Die Tuben, Dosen und Flaschen mit Cremes, Wachsen und Lotus-Effekt-Reinigern füllen ganze Regalwände in Baumärkten und Kfz-Zubehör-Geschäften. Ob sie alle halten, was sie versprechen, wollte der Auto Club Europa (ACE) genauer wissen.
Gemeinsam mit der Gesellschaft für technische Überwachungen (GTÜ) griff man beherzt zu und schwang den Putzlappen. Sieben Autopolituren wurden getestet, um zu sehen, ob Karossen mit mattem Lack wieder echte Glanzstücke werden können. Die Hersteller dürfen sich freuen: Alle Produkte erwiesen sich als brauchbar und sorgten für eine sichtbare Verbesserung. Unterschiede zeigten sich in erster Linie beim Preis. Das Mittel von Nigrin kostet rund 5,99 Euro. Dafür erhält man 500 Milliliter Politur, wohingegen A1 für 250ml plus Tuch und Pressschwamm fast 30 Euro verlangt. Doch es kann sich durchaus lohnen, tiefer in die Tasche zu greifen.
Das A1 Show & Shine Polish von Dr. O.K. Wack punktete in allen Testkategorien, angefangen beim Aufragen und der Farbauffrischung über die Beseitigung von Kratzern und Einbränden bis hin zu Tiefenglanz und Wirkung. Volle 190 Zähler verbuchte das Premiumprodukt alleine beim Wirkungstest auf seinem Konto, insgesamt waren es 430 Punkte. Gewonnen hat allerdings Arals Wachs Polish Nano Shine. Hier hat der Preis von 9,99 Euro den Ausschlag gegeben, der sich auch in der Punktezahl von 435 niederschlug. Preis-Leistungs-Sieger ist mit 427 Punkten ATU Professional Care (6,99 Euro für 500ml).
Das heißt, es muss nicht immer teuer sein. Auch mit den günstigen Mitteln poliert es sich ganz gut. Sie lassen sich allesamt leicht auftragen und haben eine kurze Einwirkzeit. Die Tester raten dazu, statt des ausgedienten Unterhemds lieber ein hochwertiges Mikrofasertuch zu nehmen. Dann glänzt die Karosse noch mehr und weist später keine Schlieren auf. Das kann passieren, wenn man mit Polierwatte arbeitet. Hauptsache bleibt, dass man sich überhaupt um sein Fahrzeug kümmert. Fliegendreck, Schlammspritzer und Vogelkot machen sich nicht sonderlich gut und schaden auf Dauer nur dem Lack.
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