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Autohersteller nutzen Fahrschulen als Werbeträger

Di, 19th August, 2008 - Posted by Andre -

Autohersteller wissen genau, wo sie ansetzen müssen, um die Kunden von morgen anzusprechen: In der Fahrschule. Hier machen die meisten ihre ersten Erfahrungen als „Steuermann“ eines motorisierten Fahrzeugs, es sei denn, Papa hat sie auf dem Hof ein paar Meter fahren lassen. Die Modelle, die von den Fahrlehrern genutzt werden, sind den Schülern bestens vertraut. Gute Voraussetzungen also, um sie von Technik und Fahreigenschaften zu überzeugen. Darüber hinaus nutzen die Hersteller ihre guten Namen auch, um Lehrer und Fahranfänger in der Theorie zu unterstützen. Dazu haben sei eigene Fachleute in ihren Reihen.

Die Zeitschrift „Fahrschule“ aus dem Heinrich Vogel Verlag hat einige Beispiele zusammengestellt, wie genau die Kfz-Industrie sich in den Unterricht einbringt – abgesehen davon, dass sie den Fahrschulen Prozente beim Kauf der Fahrzeuge einräumt. Setzen die Fahrlehrer auf Audi, bekommen sie ihr Auto günstiger und erhalten einen Leitfaden zur Gestaltung des theoretischen Unterrichts. Und damit der Anbieter nach einem möglichen Schaden nicht gewechselt wird, gewährt Audi auf seine Fahrschul-Autos eine Mobilitätsgarantie. Sollte das Getriebe nach allzu vielen Fehlgriffen der Schüler streiken, stellt das Unternehmen einen Fahrschulwagen. Zusätzlicher Bonus ist die Broschüre „Audi fahren“, die mit Tipps für die ersten Schritte im Autofahrer-Leben aufwartet und kostenlos aus dem Internet heruntergeladen werden kann.

Ähnliche Programme fahren fast alle großen Autohersteller. Bei BMW gibt es das Fahrschul-Service-Leasing, das über einige der Niederlassungen und Vertragshändler angeboten wird. Auch bei Citroen setzt man auf Sonderkonditionen beim Leasing und eine Subvention des Fahrschulpaketes, mit dem die Modelle prüfungstauglich werden. Maßgeschneiderte Finanzierungen und Fachliteratur wie „Der Fahrlehrer als Verkehrspädagoge“ gibt es von der Daimler AG. Volkswagen finanziert Leitfäden und den Fahrschüler-Ausbildungspass, gibt Rabatte und erarbeitet eigene Broschüren, darunter „Fahren lernen mit Volkswagen“ oder „Durchstarten – Ratgeber für junge Autofahrer“. So hat man immer einen Fuß in der Tür und sorgt dafür, dass der Name nicht vergessen wird.

Category : Werbung / Wirtschaft

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