Es war DIE Nachricht, die durch die Medien gegeistert ist. Auch wir hatten die Meldung gebracht, dass Continental vielleicht einen Zuliefererbetrieb kaufen möchte, um der Übernahme durch die Schaeffler-Gruppe zu entkommen. Nun hat der Chef von Continental, Klaus Wennemer, den Zukauf eindeutig dementiert. Die „Hannoversche Allgemeine Zeitung”, quasi die Heimatzeitung des Conti-Konzerns hatte schlüssig berichtet, dass Wennemer die Knorr-Bremse AG aus München für einen Kauf in Betracht gezogen hatte. Dieser Aussage setzte Wennemer in aller Deutlichkeit dagegen: “Wir führen keine Gespräche oder Verhandlungen zur milliardenschweren Übernahme eines Automobilzulieferers – auch nicht mit Knorr-Bremse. Diese und ähnliche Gerüchte entbehren jeglicher Grundlage.”
Das ist ein wichtiges Signal des Conti-Chefs zwei Tage vor der Aufsichtsratssitzung des Konzerns. Was dort besprochen werden wird, kann nur geahnt werden. Ob es zur Verhandlungen mit Schaeffler kommen wird, auch. Noch ist das Angebot von 70,12 Euro pro Aktie bei weitem nicht genug für Continental und seinen Chef. Dennoch wird sich in den nächsten Wochen und Monaten sicher etwas ändern beim Autozulieferer aus Hannover. Entweder kommt Continental unter die Flagge des Familienunternehmens aus Herzogenaurach. Oder es steigen andere Investoren ein, um den neuerlichen Kapitalbedarf decken zu können. So oder so wird eine Finanzspritze gebraucht – woher auch immer diese dann letztlich auch kommen wird.
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