Das schwüle und warme Wetter macht nicht nur uns Menschen zu schaffen, sondern geht auch Tieren an die Pumpe. Deshalb ist es ein Unding, seinen Hund bei Außentemperaturen von 30 und mehr Grad Celsius einfach im Auto sitzen zu lassen, ohne die Scheiben ein Stück weit zu öffnen. In Viersen konnte die Polizei einen Labradormischling nur noch tot aus einem Fahrzeug bergen. Das Tier war bei sengender Hitze qualvoll gestorben. Der Versuch, mit letzter Kraft auf sich aufmerksam zu machen, hatte keinen Erfolg mehr.
Passanten, die das Bellen hörten, riefen die Ordnungskräfte und mussten mit ansehen, wie sich der Zustand des Tieres von Sekunde zu Sekunden verschlechterte. Zwar dauerte es nur wenige Minuten, bis die Beamten vor Ort waren und die Autoscheibe einschlugen. Retten konnten sie den Hund nicht mehr. Auch die Versuche einer Tierärztin, den Vierbeiner zu reanimieren, scheiterten. Unvorstellbar: Im Auto der 20jährigen Halterin lag bereits eine Ordnungswidrigkeitsanzeige. Sie hatte ihren treuen Freund schon einmal im verschlossenen Wagen gelassen und muss jetzt mit einem Strafverfahren rechnen.
Soweit muss es gar nicht erst kommen, wenn man einigermaßen verantwortungsbewusst mit seinem Tier umgeht. Jeder, der sein Auto schon einmal längere Zeit in der prallen Sonne stehen gelassen hat, weiß, wie unangenehm heiß es im Innenraum wird. 60 Grad Celsius sind da schnell erreicht. Dann ist man froh, wenn man sich durch die Lüftung, ein offenes Fenster oder vielleicht sogar die Klimaanlage ein wenig Abkühlung verschaffen kann. Hunde haben nicht die Möglichkeit, einen Knopf zu drücken, damit es für sie angenehmer wird. Werden sie im Auto eingeschlossen, haben sie keine Chance. Besser wäre es, das Tier bei hohen Außentemperaturen gar nicht erst mitzunehmen. Ansonsten muss man vorsorgen, damit es nicht so tragisch endet wie in Viersen.
Wichtig ist es, sich einen schattigen Parkplatz zu suchen. Falls möglich in einer Tiefgarage oder in einem Parkhaus, weil es dort nicht ganz so heiß wird. Auf jeden Fall sollten die Fenster und – sofern vorhanden – das Schiebedach einen Spalt geöffnet bleiben. So, dass der Hund sich nicht die Schnauze einklemmen kann. Dadurch ist gewährleistet, dass die Luft ein wenig zirkuliert. Feuchte Tücher im Fußraum des Fahrzeugs, auf die der Hund sich legen kann, bieten etwas Erfrischung. Dass auch Wasser bereit gestellt wird, versteht sich von selbst. Das sind jedoch alles nur Maßnahmen, die für einen kurzen Zeitraum greifen.
Passanten, die bei sommerlichen Temperaturen ein Tier in einem Auto entdecken, dessen Fenster komplett geschlossen sind, sollten das Ordnungsamt oder die Polizei rufen. Selbst das Fahrzeug zu öffnen oder eine der Scheiben zu zerschlagen, ist nicht erlaubt. Auch Mitarbeiter von Tierheimen oder Tierhilfen können nur warten, bis jemand „von Amts wegen“ einschreitet. Hoffen wir mal, dass das nicht so oft nötig sein wird.

Manche lernen es halt nie. Ich bin der Meinung bevor man einen Hund haben darf sollte man einen Test machen.