Fr, 25th Juli, 2008 - Posted by
Eine Studie der US-Fachbehörde Geological Survey soll es belegen: 90 Milliarden Barrel Öl sollen in der Arktis bisher unentdeckt vorhanden sein. Dies würde einen Wandel in der weltweiten Ölförderung und eine gewisse Unabhängigkeit gegenüber den arabischen Staaten bedeuten. Neben dem riesigen Erdölaufkommen liegen auch noch nahezu 50 Billionen Kubikmeter Erdgas unter dem ewigen Eis. Die Zukunft unserer rohstoffverbrauchenden Gesellschaften wäre damit fürs Erste gesichert. Doch ein Manko gibt es: NOCH können die Reserven nicht gefördert werden, nicht mit den bisher vorhandenen Maschinen. Dennoch ist es in einer Zeit des immensen technischen Fortschritts wohl nur eine Frage der Zeit, wann die entsprechende Technik zur Verfügung steht. Die USGS, die Geological Survey, schreibt dazu: „Der extensive arktische Festlandsockel könnte das geografisch größte unerforschte künftige Gebiet für Petroleum sein, das auf der Erde verblieben ist“.
Die Hoheitsrechte in dem Gebiet, in dem ein großer Teil der Rohstoffreserven im Eismeer sind, sind übrigens bereits geregelt. Hier könnten schon von vorne herein Streitigkeiten über die Bohrrechte vermieden werden. In der Zwischenzeit jedoch geht es darum, die Technik zu entwickeln, die zur Förderung des Rohöls und des Erdgases zwingend notwendig ist. Wenn dieses Problem gelöst ist, dürfte es nicht mehr lange dauern, bis in der Arktis nach dem Öl und dem Erdgas gebohrt wird. Fast wie in alten Goldgräber-Zeiten. Dennoch gibt es einen Unterschied: Die Landbesitzrechte sind klar, so dass es, nach Aussage der USGS, nicht zu einem „Eldorado“ für Öl-Sucher aus der ganzen Welt werden wird.
Schade ist dabei nur, dass dann eines Tages ein wichtiges Stück der Arktis nicht mehr unberührt sein wird. Die Auswirkungen für die dort vorhandene Natur mag man sich nicht ausmalen. Doch noch ist es nicht soweit. Aber eines Tages ganz bestimmt.
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