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Druck von allen Seiten! Vom Kfz-Handel zum Autohaus der Zukunft

Fr, 25th Juli, 2008 - Posted by Wolfgang -

Eine aktuelle Studie belegt: Die Markt- und Wettbewerbssituation der deutschen Autohändler wird sich in den kommenden Jahren stark zuspitzen. “Der Wettbewerb ist in vollem Gange - immer mehr Mega-Dealer formieren sich als Konkurrenz zu den bislang reinen Marken-Niederlassungen. Die Verdrängung kleinerer und mittlerer Autohäuser ist unausweichlich.

Bereits ein Viertel der Autohäuser befinde sich aktuell bereits in einer Krisensituation; gezeichnet vom Marktumfeld, schwachen Erträgen und geringem Eigenkapital. Bei Zweifeln zur erwarteten Kfz-Steuerreform und den gegebenen Spritpreisen kein leichtes Geschäft für die Zukunft. Erwartet wird, dass von knapp 30.000 Autohäusern in zwei Jahren noch 25.000 übrig bleiben; alle eher im Mittelstand, was deren Marktanteil von 45 auf knapp 29 Prozent senke.

Mit Ablauf der Gruppenfreistellungsverordnung GVO Mitte 2010 werden sich der Studie zufolge Händlernetze auch bei Audi, BMW und Mercedes von rund 1.100 auf unter 900 reduzieren. Dies wird die Niederlassungen der Hersteller begünstigen, deren Marktanteil von 33 (2005) auf 37 Prozent in 2010 steigen soll. Vertragshändler als der wichtigste Vertriebweg werden mit ihrem Anteil von 60 auf 53 in 2010 und auf 51 Prozent in 2015 sinken.,.

Auf einem Bein steht man schlecht

Die Unternehmen als Ein-Marken-Vertrieb werden laut Prognose bis 2010 um fast 14 Punkte auf rund 56 Prozent einbrechen; 2015 sollen nur noch 45 Prozent aller Autohäuser ein “Eine-Marke-Haus” sein.
Dagegen der Anteil der Betriebe, die zwei bis vier Marken vertreten, von 29 Prozent auf 46 Prozent zulegen. Eine Entwicklung, die angelsächsischen Situationen gleicht, wo der ausgeprägte Mehr-Markenhandel bereits eingetreten ist.

Gegen den Druck bei Preis- und Margen sollen nach Expertenansicht mittelständisch geprägte Betriebe ihr Marken-Portfolio weiter ausbauen und sich zum Mehr-Marken-Autohaus entwickeln. Einkaufs- und Verkaufsprozesse sollen aus initiierten Zusammenschlüssen optimiert werden. Ein Sparpotenzial biete auch die günstigere Beschaffung von Ersatzteilen über unabhängige Original Equipment Suppliers (OES) sowie der Teilebezug aus “Newly Industrialized Countries” (NIC).

Mit Blick auf die Kosten soll eine bilanzielle Re-Strukturierung und Stärkung der Kapitalstruktur durch ein effizientes Working Capital Management eintreten. Vor allem über das Bestandsmanagement sollen sich die Händlerkosten reduzieren. Durch Investitionen in vorausschauende Schulung ihrer Werkstatt-Mitarbeiter soll stets auch der Service- und Reparaturbereich professionalisiert bleiben.

Category : Handel / KFZ / News / Wirtschaft

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