Mi, 23rd Juli, 2008 - Posted by
Es gibt etliche Autofahrer, die zwar gern mit dem Auto unterwegs sind, doch dann, es um das Einparken geht, sehr schnell die Freude am Autofahren verlieren können. Sehr verwunderlich ist das natürlich nicht, immerhin können beim Einparken zahlreiche Fehler begangen werden, so dass man gegenüber anderen Autofahrern negativ auffällt oder sich gar blamiert.
Doch die Automobilindustrie verspricht, dass damit schon bald Schluss sein soll. Immerhin hat sie den so genannten Parkassistenten entwickelt, eine elektronische Einparkhilfe, die auf Wunsch das Steuer übernimmt und das Fahrzeug einparkt. Bis dato gibt es zwei Autohersteller, die bereits Fahrzeuge anbieten, die mit einem Parkassistenten ausgestattet sind. Hierbei handelt es sich um Volkswagen und Seat. Des Weiteren hat Mercedes angekündigt, noch in diesem Jahr nachziehen zu wollen und ebenfalls mit einem Parkassistenten aufzuwarten.
Allerdings sind viele Autofahrer skeptisch, was die Fähigkeiten dieser Einparksysteme angeht. Aus diesem Grund haben es sich die Fahrzeugtester der „Autobild“ nicht nehmen lassen, den VW Touran einem Praxistest unterzogen. Die Ergebnisse des Praxistest sind jedoch sehr ernüchternd. Es steht außer Frage, dass die Technologie funktioniert. Wenn man sich mit dem Assistenten erst einmal angefreundet hat bzw. mit dem System vertraut ist, kann man mit ihm sicher einparken. Das Problem besteht jedoch daran, dass die Fahrzeuge nur äußerst große Parklücken erkennen – diese mussten im Praxistest so groß gewählt werden, dass die Hilfe eines elektronischen Assistenten eigentlich nicht mehr erforderlich war. Selbst blutige Fahranfänger hätten die Autos sicher in die großen Lücken gebracht.
Demnach kann angehenden Autokäufern davon abgeraten werden, rund 800 Euro für einen Einparkassistenten zu investieren. Bis zum Kauf entsprechender Assistenzsysteme sollte man lieber noch etwas warten – nämlich so lange, bis sie wirklich alltagstauglich sind und auch kleine Parklücken erkennen.
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