Mo, 21st Juli, 2008 - Posted by
Wenn man diversen Fernsehserien und Spielfilmen Glauben schenkt, so könnte man glatt meinen, dass die Polizei ausschließlich mit erstklassigen Fahrzeugen ausgestattet ist. Immerhin sieht man die Fernsehermittler fast nur in Oberklasse-Limousinen vorfahren. Ein Blick in die Realität zeigt jedoch, dass sich der Staat nicht in der Lage befindet, derart teure Fuhrparks zu unterhalten. Stattdessen betreibt auch die Polizei ein modernes Fuhrparkmanagement und ist darum bemüht, die Fahrzeugkosten so gering wie möglich zu halten.
Eines der besten Beispiele für ein nachhaltiges Fuhrparkmanagement ist die Farbumstellung der Polizeifahrzeuge. Es liegt bereits einige Jahre zurück, als die offiziellen Streifenfahrzeuge grundsätzlich in Weiß lackiert wurden. Doch diese Zeiten sind längst vorbei: Die heutigen Fahrzeuge sind im Grundton silberfarben, weil sie dadurch im späteren Weiterverkauf einen höheren Preis erzielen.
Doch der Wiederverkauf der Fahrzeuge ist nicht das einzige Thema, mit dem sich die Fuhrparkmanager der Polizei zu beschäftigen haben. Eines der größten Probleme, das sich den Managern stellt, ist der hohe Benzinpreis. Wie Baden-Württembergs Innenminister Heribert Rech in der vergangenen Woche bekannt gegeben hat, befinden sich in Baden-Württemberg rund 5.000 Polizeifahrzeuge im Einsatz. Aufgrund des gestiegenen Kraftstoffpreises rechne man in diesem Jahr mit Mehrkosten in Höhe von zwei Millionen Euro.
Um diesem Kostenanstieg entgegenzuwirken, müssen nun etliche Polizisten spezielle Fahrkurse belegen, in denen vermittelt wird, wie man besonders sparsam fährt. Weil diese Maßnahme jedoch nicht ausreichend ist, um das anvisierte Sparziel zu erreichen, ist davon auszugehen, dass man in Zukunft wieder vermehrt Polizisten sehen wird, die zu Fuß oder auch mit dem Fahrrad unterwegs sind.
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