Mancher mag sich noch gut erinnern an seine Mitfahrt im VW-Käfer, ganz hinten in der Gepäckmulde unterm Heckfenster – und das oft noch zu zweit. Wer heute Kinder bis zum vollendeten zwölften Lebensjahr im Auto dabei hat, der riskiert ein Bußgeld in Höhe von 40 Euro und ein Punkt in Flensburg, wenn das Kind nicht im Kindersitz hockt. Der ADAC wollte nun genauer wissen, woran man einen guten Autokindersitz erkennt.
Kindersitze müssen die Zulassungsnorm ECE 44 erfüllen, ansonsten droht dem Fahrzeugführer eine Strafe. Bei einer wahren Vielfalt an Modellen wissen jedoch Eltern oder Großeltern nicht, woran man sich beim Kauf entscheiden soll. Beim ADAC-Test wurden die verfügbaren Modelle nach Altersklassen und nach der Norm ECE 44 geprüft, was aber nicht auch den Seitenaufprallschutz vorschreibt. Gerade hier waren aber die Unterschiede erheblich.
Nur der “Baby Safe Plus Isofix” von Römer erhielt ein “Sehr gut”. Ein “Mangelhaft” gab es wegen auffällig schwacher Gurtführungen, die beim Aufprall durchgebrochen sind. Mit der Note bleib jedoch der Michelin “Cockpit” nicht allein; auch der “Eitel Plastic Luftikid” und der “IWH Trade Max Vario” erhielten nur die Note 5.
Die Experten-Tipps:
- Keine gebrauchten Sitze mit unbekannter Vorgeschichte kaufen!
- Isofix-Sitze sind über die Typliste des Anbieters zu prüfen, da diese nicht in allen Autos erlaubt sind.
- Aktuell gilt die Norm ECE 44 03/04; die Nutzung älterer Sitze ist nicht mehr statthaft.
- Auto-Kindersitze nie ohne Rücken- und Kopfstütze benutzen!
- Universal-Kindersitze auch dann fest, wenn kein Kind drin sitzt.
- Die Isofix-Verriegelungen und das Gurtschloss müssen hörbar einrasten.
- Der Tragebügel bei Babyschalen im Auto ist nach Empfehlung des Herstellers einzustellen.
- Hosenträgergurte sollen eng am Körper des Kindes anliegen, deshalb sind dicke Jacken während der Fahrt auszuziehen.
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