Do, 12th Juni, 2008 - Posted by
Nach Schätzungen der Dekra wurden in Deutschland rund 600.000 Fahrzeuge nach einem Unfall nicht fachgerecht instand gesetzt. Das birgt ein enormes Gefahrenpotential, dem die Adam Opel GmbH und die Allianz Versicherungs-AG nun gemeinsam begegnen wollen. „Fairplay“ nennt sich das Programm, mit dem die beiden Unternehmen ihren Kunden ein Höchstmaß an Sicherheit bieten möchten.
Fahrzeuge werden nur mit Originalteilen und streng nach Herstellervorgaben repariert. Dazu gehört auch, dass die entsprechenden Spezialwerkzeuge zum Einsatz kommen. Um das zu gewährleisten, baut Opel 350 Karosserie- und Lackkompetenzzentren auf. Sie bieten eine optimierte Schweißtechnik für die Verbindung hochfester Stähle. Dank moderner Technik wird der Zeitaufwand bei der Instandsetzung minimiert und werden dadurch auch die Kosten gesenkt. Gleichzeitig verspricht Opel seinen Kunden bessere Schweißergebnisse. „Mit Fairplay leisten wir einen aktiven Beitrag zur Sicherheit auf deutschen Straßen“, betonte der Director Service der Adam Opel GmbH, Todd Gaffner. Wer sich nach einem Unfall an einen der 2000 Opel Service Partner wende, könne sich darauf verlassen, dass das Fahrzeug später über die gleichen Sicherheitsreserven verfüge wie zuvor. Bei Arbeiten über 1.000 Euro gibt es eine Qualitäts-Urkunde, die sich bei einem Wiederverkauf als recht wertvoll erweisen kann.
Für die teilnehmenden Service Partner des Autoherstellers ergeben sich vor allem im Bereich der Schadenabwicklung Vorteile. „Die Abstimmung zwischen Fachwerkstatt und Versicherer wird durch vereinbarte Standards zur Reparatur und Rechnungsstellung auf ein Minimum reduziert“, heißt es in der Pressemitteilung. Laut Kooperation der beiden Unternehmen werden die Stundenverrechnungssätze entgegen der Marktpraxis nicht reduziert. Das stärke die wirtschaftliche Basis der Werkstätten. Hochwertige Arbeit, ausgeführt von gut ausgebildeten Fachkräften, werde fair honoriert. Die Versicherung profitiert von einem geringeren administrativen Aufwand.
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Na super, da werden sich die anderen Opel Händler aber richtig freuen. Die werden nämlich trotz (teils)langjähriger Erfahrung im Unfallreparaturgeschäft ganz plötzlich zu Werkstätten zweiter Klasse.
Auch VW ist ja derzeit auf dem Trip, einen Teil der eigenen Werkstätten mit solchen Lorbeeren auszustatten. Nur, wem bringt das etwas?
Die Werkstätten verbraten viel Geld in zweifelhafte zusätzliche Ausbildung und bekommen dann als Ausweis ihrer Güte einen tollen Pylon vor die Tür gestellt, die sie auch noch selbst bezahlen müssen. Und auf dem Pylon steht dann ganz groß: Volkswagen Unfallspezialist. Kein Händlername, nichts.
Die Werkstätten sollten das Geld sparen oder noch besser in Loyalitätsprogramme investieren, mit denen die STammklientel gehalten und neue Kunden gewonnen werden können. Da steht dann der eigene Name drüber.