Mi, 11th Juni, 2008 - Posted by
Zuffenhausen, ein Stadtbezirk von Stuttgart, schrieb und schreibt Geschichte. Aus diesem Stadtteil mit gerade mal 35.889 Einwohnern kommt einer der wichtigsten und auch bedeutendsten Autobauer in Deutschland und der ganzen Welt: Porsche. An einem Junitag vor sechzig Jahren, genauer gesagt am 8. Juni 1948 wurde die Betriebsgenehmigung für den ersten Porsche erteilt. Seitdem hat die Welt oft den Atem angehalten, wenn der Autohersteller aus Zuffenhausen seine neuen Wagen vorgestellt hat.
Es war der Gmünd-Roadster, der von der Landesbaudirektion Kärnten für den öffentlichen Straßenverkehr freigegeben wurde. Es war und blieb der einzige Gmünd-Roadster übrigens, ein Debütauto, das Ferry Porsche konstruiert hatte, der Sohn von Ferdinand Porsche. Und es war ein schönes Auto, ansehnlich und mit einem 35 PS starken, getunten Motor von Volkswagen. Damit begann die Geschichte, die bald die Welt umspannen sollte. Gebaut wurde der Erste übrigens an einem ganz kuriosen Ort: In einer Sägemühle des Ortes Gmünd. Und genau nach diesem Ort wurde er benannt, der erste Porsche, der Gmünd-Roadster.
Der erste Porsche hatte eine Beschleunigung von 0 auf 100 in 23 Sekunden. Damals war das viel, heute nur noch aufgrund der Historie erwähnenswert. Aber wenn man bedenkt, dass der Gmünd-Roadster damals 135 km/h fuhr, so war das für damalige Verhältnisse alles andere als langsam. Der zweite Prototyp von Porsche war das Gmünd-Coupé, ein Viersitzer, der aus der Designschmiede von Erwin Komenda stammte. Dieser war bereits durch das Entwerfen der Karosserie des VW Käfer bekannt geworden. Ferdinand Porsche, frisch aus der Kriegsgefangenschaft zurück, baute einen Boxermotor in das Gmünd-Coupé ein und erhielt letztendlich eine Leistung von 40 PS. Heute ist das Fahrzeug unter der Bezeichnung Porsche 356 bekannt. Woher der Name stammt, der so seltsam klingt? Er war quasi eine „Nachkommenschaft“ der 355 Projekte, die Ferdinand Porsche mit seiner Ingenieursfirma vor dem Porsche 356 durchgeführt hatte.
Der Porsche 356 wurde ein recht bekanntes Auto und von Auto zu Auto wurde Ferdinand Porsche als Autobauer immer bekannter. Wenn man allein an den Carrera denkt, nach dem heute immer noch die berühmte Autorennbahn in Miniatur benannt ist. Oder an den Porsche 911, der in vielen Filmen mitspielte, die in Übersee gedreht wurden. Heute ist Porsche nicht mehr nur noch auf dem eigenen Terrain tätig, sondern hat großes Mitspracherecht im Volkswagen Konzern. Dies mag nicht immer positiv sein, aber die Autos aus dem Stall von Porsche sind längst zur Legende geworden. Und auch in den nächsten Jahren – vielleicht werden es sogar noch einmal 60 werden – wird Porsche uns sicher mit neuen Modellen „beglücken“ und des Autofahrers Herz erfreuen.
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