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Merkel und Sarkozy erarbeiten CO2-Kompromiss

Di, 10th Juni, 2008 - Posted by Andre -

Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach von einem Durchbruch, der Verband der Automobilindustrie ist zumindest zufriedener als vorher. Beim deutsch-französischen Gipfel in Straubing haben sich beide Staaten auf eine gemeinsame Position zu den Umwelt-Auflagen der EU für die Autobauer einigen können. Groß sind die Abweichungen zu den Forderungen der Kommission nicht. Sie lassen den Herstellern jedoch etwas mehr Luft, wenn es um den CO2-Ausstroß ihrer Fahrzeuge geht.

Im Jahr 2012 soll die Höchstgrenze bei 120 bis 130 Gramm Kohlendioxid je Kilometer liegen. Sie wird bis 2020 auf 95 bis 110 Gramm gesenkt. Allerdings gibt es längere Übergangszeiten. Zumindest diese Lösung konnte Angela Merkel ihrem Kollegen, dem französischen Staatspräsidenten, Nicolas Sarkozy, abringen. Damit wird nun Rücksicht auf die Modellzyklen und die technischen Möglichkeiten genommen. Die Obergrenzen werden demnach schrittweise eingeführt und gelten nicht von Anfang an für die gesamte Flotte. Auf Spezialregelungen, abhängig von der Flottengröße, konnte man sich nicht einigen. Dafür ziehen Deutschland und Frankreich an einem Strang, wenn es um die Strafen bei Nicht-Einhaltung der Vorgaben geht. Sie sollen „verwässert“ werden. Belohnungen in Höhe von sechs bis acht Gramm, die auf den Kohlendioxidausstoß angerechnet werden können, sind für umweltfreundliche Innovationen vorgesehen. Jetzt müssen sich nur noch die Mitgliedsstaaten auf diesen deutsch-französischen Weg einigen.

Die Industrie hat sich schon geäußert. „Ein vertretbarer Kompromiss“, sagt der Bundesverband der Deutschen Industrie. Es sei eine tragbare, wenngleich keine optimale Lösung, so der Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf.

Category : Politik / Umwelt

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