So, 25th Mai, 2008 - Posted by
Vor drei Jahren kam er auch zu uns, der Kartendienst der Suchmaschine. Unter der Bezeichnung „Google Maps“ laufend, ist er inzwischen zu einem wichtigen – und vor allem kostenlosen – Routenplaner für viele Autofahrer geworden. Dabei ist bis dato nur eine Landkarte zu erkennen, die Straßen selbst kann man aber nicht sehen. Nun will der Internetkonzern aus den USA jedoch noch ein ganzes Stück weitergehen. Laut einem Bericht des „Focus“, der mit Peter Fleischer, dem Datenschutzbeauftragte des Konzerns, sprach, sollen nun auch Fotos der Straßenzüge in den Städten unseres Landes gemacht werden. Unter der Bezeichnung „Street View“ soll das Ganze dann die Google Maps unterstützen. Inzwischen ist man deshalb in Europa unterwegs und wird auch nach Deutschland kommen, sagte Fleischer dazu. Natürlich soll die Privatsphäre dabei gewahrt bleiben, es sollen sowohl die Gesichter der dabei fotografierten Menschen als auch die Kennzeichen der Fahrzeuge unkenntlich gemacht werden.
Eine eigentlich schöne Sache, die Google da vorhat. Aber eben nur eigentlich. Der stetig wachsende Konzern ist inzwischen fast zu einer Übermacht im Internet geworden. Wenn es um Suchmaschinen geht, hat Google allen anderen, egal ob Yahoo oder Altavista, längst den Rang abgelaufen und steht an vorderster Stelle. Ohne Google geht im Internet nichts mehr. Und genau das macht diese neue Geschichte dieses Konzerns so fragwürdig. Was ist, wenn die Gesichter nicht unkenntlich gemacht werden? Was ist, wenn man KFZ-Kennzeichen doch erkennen kann? Was ist mit der Sicherheit in unserem Land, wenn so eine Überwachung stattfindet – zumindest als Momentaufnahme?
Die Idee ist sicherlich eine gute Idee. Praktisch aber greift sie in die Privatsphäre von Millionen Menschen ein, wie es auch schon bei Google Earth der Fall war und ist. Niemand wird dabei gefragt, ob er überhaupt fotografiert werden möchte, es wird einfach gemacht. Vielleicht machen sich die Datenschützer unseres Landes einmal über so etwas ihre Gedanken. Autofahren soll Freiheit sein, auf freien Straßen, nicht unter Kamerabeobachtung. Es reicht schon, dass unser Staat uns aus Sicherheitsgründen immer mehr überwacht. Es muss und darf nicht sein, dass dies einem Unternehmen zugestanden wird, das sowieso schon viel zu viel Macht hat in der westlichen Welt. Deshalb ein klares NEIN zu „Street View“!
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