Di, 20th Mai, 2008 - Posted by
Ohne leistungsstarken Akku nützt das schönste Elektroauto nichts. Nur, wenn ausreichend Power unter der Haube steckt und der Wagen sich als echter Steher erweist, steigen auch die Marktchancen. Nissan hat sich bisher vornehm zurückgehalten, wenn es um Fahrzeuge mit Hybrid-Antrieb geht, will jetzt aber mit Volldampf voraus die entstandene Lücke schließen. Mit NEC und NEC Tokin wird der Automobilhersteller im Gemeinschaftsunternehmen Energy Supply ab 2009 Lithium-Ionen Batterien für umweltfreundliche Autos entwickeln und produzieren. 74 Millionen Euro wurden dafür in eine Fertigungsanlage in Zama investiert.
13.000 Batterien jährlich sollen dort anfangs vom Band laufen. Angestrebt ist eine Produktion von 65.000 Lithium-Ionen-Batterien in ein paar Jahren, die einerseits in eigenen Fahrzeugen verbaut, andererseits an die Konkurrenz verkauft werden sollen. Denn Nissan hat hoch gesteckte Ziele und will führend im Bereich der Batterie-Technologie werden. Die ersten Akkus, die in Zama hergestellt werden, kommen auf dem heimischen Markt zum Einsatz und sind für Gabelstapler und kleinere Lastwagen gedacht.
Ab 2010 möchte Nissan den verlorenen Boden gegenüber Honda und Toyota endgültig gutmachen und ein eigenes Elektroauto anbieten, das erst nur für die USA und Japan bestimmt ist. Auch ein Hybridfahrzeug soll mit den Energiespeichern versehen werden. Bis der globale Markt bedient und mit der Massenfertigung begonnen werden kann, vergehen noch ein paar Jahre. Die Branche rechnet damit, dass Nissan diesen Schritt ab 2012 wagt. Die Bedeutung leistungsstarker Akkus und alternativer Antriebe ist dem Unternehmen bewusst: „Nissan ist fest davon überzeugt, dass die ultimative Lösung für die nachhaltige Mobilität in Fahrzeugen mit null Emission liegt“, heißt es aus der Vorstandsetage.
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