So, 18th Mai, 2008 - Posted by
Neben Tatsachen, von denen man immer wieder hören kann auf dem Markt für Automobile, brodelt dann und wann auch gerne die Gerüchteküche. Nun stehen bei Volkswagen neue Wege für den Passat an, wenn man den Nachrichten trauen kann, die durch den Blätterwald geistern. So berichtet der Stern, es sei in den USA eine „abspeckte“ Form des VW Passat geplant.
Ein neues Werk soll gebaut werden in den USA, und die Pläne dafür sollen so gut wie abgeschlossen sein. Ab dem Jahr 2010 soll dort ein neuer Passat gebaut werden, der nicht ganz den Standard des hier gebauten VW Passat, und auch in Nordamerika derzeit erhältlichen Fahrzeugs, zu bieten hat. Dafür wird das für die USA vorgesehene Modell auch günstiger im Handel erhältlich sein. Etwa 1 900 Euro (~ 3 000 US Dollar). Dabei sollen dann verschiedene „technische Feinheiten“ wegfallen, unter anderem die besonders aufwändige Hinterachse. Dies zumindest berichtet der „Spiegel“ in seiner aktuellen Papierausgabe. Auch am Design soll es Änderungen geben, und eventuell sogar einen anderen Namen für das Fahrzeug, das dann die günstigere Variante des VW Passat werden soll. Mit einbezogen werden soll wohl der teilweise etwas andere Geschmack der nordamerikanischen Bevölkerung, deshalb eben auch die Änderungen im Design.
Bis zu 250 000 Einheiten sollen in dem neuen Werk in den USA gebaut werden pro Jahr. In den Planungen scheint sogar eine „zweite Stufe“ Platz zu finden. Hierbei sollen dann auch einige Fahrzeuge von Porsche (dem neuen Mehrheitsaktionär von Volkswagen) und Audi gebaut werden. Doch entschieden scheint noch nicht wirklich etwas zu sein. Der Aufsichtsrat des Autobauers aus Wolfsburg will seine Entscheidung über den Bau des Werks in den USA erst im Juli treffen.
Nun wird es natürlich in der Hinsicht spannend werden, wie viel Wahres an dem Bericht des „Spiegel“ ist. Außerdem bleibt dann die Frage offen: Ziehen auch andere Autohersteller beim „Abspecken“ ihrer bekanntesten Automodelle nach? Für VW wird sich mit Sicherheit, sollten die Gerüchte wirklich wahr sein, ein neuer Markt in den USA erschließen. Da werden andere Autobauer nicht lange tatenlos zusehen können, wenn sie diesen Markt und den Kampf um die Kunden dort nicht an den VW Passat nordamerikanischer Herkunft und Bauweise verlieren wollen.
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