Mo, 5th Mai, 2008 - Posted by
Die großen Billig-Werkstattketten wie Pit-Stop und Auto Teile Unger wollen mit Image-Werbung und -Maßnahmen das relativ schlechte Image verbessern und das Kundenvertrauen zurückgewinnen.
Die Marktforschung hat es ans Tageslicht befördert: Billig-Werkstattketten haben kein gutes Image beim Autofahrer. Ihre Marken wirken veraltet und das Vertrauen fehlt. Man fürchtet, dass die Reparatur-Arbeiten am Auto schlecht oder überteuert ausgeführt werden. Viele kritische TV-Berichte legen zumindest den Verdacht nahe, dass oftmals Arbeiten gemacht werden, die eigentlich nicht nötig gewesen wären. Gegen dieses miese Image möchten die Ketten jetzt vorgehen,
Dabei setzen die Unternehmen auf Werbeagenturen, die für besonders gelungene und durchdachte Werbekampagnen bekannt sind. Pit-Stop hat gerade zum Berliner Werbe-Hot-Spot Aimaq Rapp Stolle gewechselt. A.T.U. vertraut auf Heye & Partner aus München, eine Agentur, die schon eine riesige Zahl gelungener Kampagnen für anspruchsvollste Kundschaft gestaltet hat.
Die drei bekannten Pit-Stop-Darsteller, die bislang am Ende jedes Werbespots zu sehen waren, werden von Aimaq Rapp Stolle ausgewechselt. Jetzt singt sein neuer Chor aus Azubi, Geselle und Meister. Besonders wichtig aber ist der neue Claim (Slogan), mit sich Pit-Stop vom alten Image befreien – und von der Konkurrenz absetzen möchte: Nur das, was muss. Damit soll gesagt werden, dass es bei Pit-Stop in Zukunft keine unnötigen Reparaturen mehr geben wird. Farblich schlägt sich das in einem dunklen Blauton nieder, der nun auch die Blaumänner der Pit-Stop-Mitarbeiter zieren soll.
Auch bei Auto Teile Unger kommt Bewegung in die Werbung. Man wechselte von Serviceplan zu Heye & Partner, die nun erstmal damit beschäftigt sind, darüber nachzudenken wie es weiter gehen könnte. Die Zeit drängt, denn erstmals seit Jahren ging der Gewinn beim Branchenprimus zurück. Außerdem startet die VW-Kette stop+go mit neuem Internet-Konzept neu durch. Darüberhinaus hat sich ein neuer Player angekündigt: Der Ex-Pit-Stopler und –A.T.U.ler Michael Krieger plant eine Kette von 150 Filialen, die sich in erster Linie um Oberklasse-Fahrzeuge kümmern möchte.
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