Opel investiert mehrere Milliarden Euro
GM Europa – General Motors – geht in die Produktoffensive. Neun Milliarden Euro sollen dabei investiert werden. Davon fließen 6,5 Milliarden Euro in die Entwicklung, sowohl in die neuer Automodelle an sich, als auch in die Entwicklung neuer Antriebssysteme. Die gute Nachricht überbrachte Carl-Peter Forster, der GM Europa-Präsident in Rüsselsheim bei einer Pressekonferenz.
Dabei sollen auch die deutsche Werke von Opel großzügig bedacht werden. Das Werk Rüsselsheim, in dem ab dem Herbst dieses Jahres der Opel Insignia gebaut werden wird, erhält 900 Millionen Euro. Und auch das Werk Bochum, das eine ganze Zeitlang dem Rotstift zum Opfer zu fallen schien, bekommt Investitionen in der schönen Höhe von 650 Millionen Euro. Dadurch soll nicht nur mittelfristig der Standort gesichert bleiben, sondern auch die Produktion der nächsten Generation des Opel Astra in Vorbereitung gehen. In das Werk in Eisenach werden 240 Milionen investiert, was auch eine positive Prognose für den Standort Ost in unserem Land zeigt. Das der Schließung zugedachte Werk in Kaiserslautern wird nun doch nicht dem Rotstift zum Opfer fallen, stattdessen wird es umgebaut – zu einem Zentrum für die Fertigung von Komponenten.
Opel geht aufs Ganze, wie es scheint. Neben den vielen Investitionen wurden SIEBZEHN neue PKW Modelle und drei neue Nutzfahrzeug Modelle bis 2012 angekündigt. Den Startschuss gibt dabei der Insignia, der in Rüsselsheim vom Band laufen wird. Folgen wird diesem der Nachfolger des Astra, für dessen Bau das Werk in Bochum verantwortlich sein wird. Danach kommt die nächste Generation des Mervia auf den Markt, mit den Türen des Meriva Concept, die sich gegenläufig öffnen lassen.
Opel setzt auf Innovationen im technischen Bereich, sowohl bei den Türen als auch beim Fahrwerk, wie auch bei allen anderen Fahrzeugsegmenten. Das heißt unter anderem, dass der Insignia ein FlexRide-Fahrwerk erhalten wird, das je nach Fahrsituation die richtige Abstimmung wählt, und das von selbst. Außerdem erhalten die kleineren Klassen wie der Meriva und der Corsa das mitlenkende Kurvenlicht, auch eine Innovation, die es sonst in kleinen Fahrzeugen nicht zu finden gibt.
Opel will ganz hoch hinaus. Und will sie wieder erreichen, die 400 000 Neuzulassungen pro Jahr, was einem Marktanteil von über zehn Prozent entspräche. Deshalb erhalten inzwischen die Käufer von Neuwagen der Marke Opel eine Garantie von sechs Jahren, und das ohne jegliche Zusatzkosten. Zudem will Opel auch in das Verkaufs- und Servicenetz investieren, um dieses gemeinsam mit den Händlern zu verbessern und zu erweitern. Mehr als 100 Millionen Euro sind diesem Zweck zugedacht.
Und noch etwas gab Carl-Peter Forster, der Präsident von General Motors Europa bekannt, direkt aus der Ideenschmiede des Werkes Rüsselsheim. Dort arbeiten Ingenieure, gemeinsam mit dem Forschungszentrum von General Motors in Warren an Fahrzeugen mit größerer Reichweite. Diese sollen dann auch serientauglich werden und auf dem E-Flex-System basieren. Rund 65 km können mit diesem Elektroantrieb zurückgelegt werden. Dies würde gerade den Tagespendlern sehr entgegen kommen, bei denen diese Reichweite reichen würde, um ihre Fahrstrecke abzudecken. Am Ziel angekommen reicht das Auftanken am häuslichen Stromnetz. Sollte eine Fahrt dann mal länger als 65 Kilometer gehen, sprint ein Verbrennungsmotor in die Bresche. Dadurch kann eine ganz andere Reichweite erreicht werden als üblich für PKWs dieser Klasse.
Die Zeichen stehen auf Richtung Zukunft bei Opel und General Motors Europa. Während BMW noch Weihnachten letzten Jahres negative Schlagzeilen schrieb durch das Personal-Streichkonzert, (wir haben für Sie darüber berichtet), zeigt Opel nun nur Positives auf. Die Erhaltung des Werkes in Bochum und der Umbau des Werk Kaiserslautern zeigen, dass es auch ganz anders gehen kann. Wir bleiben wie immer für Sie am Ball!

