Mi, 30th April, 2008 - Posted by
Die Allianz möchte ihre Position auf dem Versicherungsmarkt ausweiten. Die Autoversicherung ist mit Einnahmen von ungefähr 20 Milliarden EURO der drittgrößte Geschäftszweig der Branche. Die Allianz beabsichtigt in den nächsten fünf bis sieben Jahren die Zusammenarbeit mit Autoherstellern und Kfz-Häusern im Konzern zu verdoppeln. Autohäuser sind für die Allianz der perfekt geeignete Ort, um Versicherungen für Neuwagen zu verkaufen. Damit würde es die Allianz schaffen, die nagelneuen Kraftfahrzeuge sofort zu versichern - ein Vorteil gegenüber der Konkurrenz. Einschätzungen der Branche zufolge würde durch eine derartige Vermarktung von Versicherungen ungefähr ein Drittel aller Autos nicht mehr auf den freien Versicherungsmarkt gelangen.
Aktuell machen die Beiträge der Autopolicen über die Autohäuser lediglich zehn Prozent der Einnahmen der Allianz als führendem Versicherungsunternehmen auf dem Markt aus. Das entspricht ungefähr zwei Milliarden EURO. Intern wird die Vertriebsschiene als Automotive bezeichnet. Der deutschlandweite Anteil der Automotive ist derzeitig bei 22 Prozent - eine Höhe, die es international auch zu erreichen gilt.
Teil des Plans ist es, mit Werkstätten Verrechnungssätze für gewisse Standard-Reparaturen auszumachen. Dadurch sollen Rechnungskontrollen überflüssig gemacht werden, schließlich soll die Abwicklung in der Mehrheit der Fälle stark vereinfacht werden. Der bisher größte Partner der Allianz ist Volkswagen. Darüber hinaus kooperiert der Münchner Versicherer noch mit weiteren zwölf Herstellern und 23 Automarken. Abgesehen von der Allianz arbeiten derzeitig insbesondere die Zurich und die Nürnberger Versicherung mit der Autoindustrie zusammen.
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