Mo, 28th April, 2008 - Posted by
Autofahrer würden im Moment am liebsten einen großen Bogen um jede Tankstelle machen. Alleine beim Blick auf die Preistafeln regt sich eine gewisse Wut gegen die Mineralölkonzerne und die Politik. Benzin und Diesel haben mal wieder ein Rekordhoch erreicht und ziehen allen, die auf den Wagen angewiesen sind, mit jedem Tropfen Sprit das Geld aus der Tasche. Die Zeit wäre reif für Veränderungen, schließlich wird Mobilität verlangt und sollte deshalb auch bezahlbar sein. Nur leider hat jeder andere Vorstellungen davon, was unternommen werden müsste, damit die Situation sich entspannt.
Große Hoffnung, dass Bewegung in den Streit um die Benzinpreise kommt, sollte man sich im Moment jedoch nicht machen. Ökonomen sehen in einer Steuersenkung noch keine Garantie dafür, dass die Preise sinken. Vielmehr könnten die niedrigeren Steuern dazu führen, dass die Mineralölkonzerne die Hand noch weiter aufmachten. Derzeit seien die Preise durch den Markt verursacht, in den der Staat nicht eingreifen dürfe. Das Finanzministerium sieht in den hohen Preisen einen Anreiz dafür, sich mehr Gedanken um einen sparsamen Verbrauch zu machen und betont, dass die Einnahmen des Staates nicht automatisch mit den Benzinpreisen steigen. Verluste machen wird er auch nicht – denn fahren müssen die meisten, um ihren Lebensunterhalt verdienen zu können.
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