Di, 22nd April, 2008 - Posted by
967.000 Autos deutscher Hersteller wurden im ersten Quartal dieses Jahres nach China exportiert, das damit zum wichtigsten Absatzland für die Kfz-Industrie avanciert und die USA mit „nur“ 948.000 Fahrzeugen auf Rang zwei verweist. Um 36 Prozent haben die Marken aus Deutschland auf dem chinesischen Markt zulegen können, während der Gesamtmarkt nur ein Wachstum von 22 Prozent aufwies – sehr zur Freude von Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), der die Zahlen im Rahmen der Auto China in Peking präsentierte.
Das Land in Fernost sollte – zumindest von den reinen Zahlen her, denn beliebt sind Autos aus China hierzulande nicht besonders – jedenfalls nicht unterschätzt werden. Es ist der drittgrößte Autohersteller der Welt. Alleine im vorigen Jahr wurden 8,9 Millionen Fahrzeuge produziert. Innerhalb der vergangenen sieben Jahre sei die Produktion vervierfacht worden, so der VDA-Präsident. Als Pkw-Absatzmarkt liege China damit vor Japan. Auch für die Produktion deutscher Hersteller spiele das Land eine immer größere Rolle mit aktuell über 140 Produktionsstätten und Lizenznehmern. Mehr Auslandsstandorte gebe es nur in den USA und Frankreich. Schon jetzt trage jedes sechste in China hergestellte Auto ein deutsches Markenlogo.
Abgesehen von den Fahrzeugen an sich, biete der von einer großen Dynamik geprägte chinesische Markt auch für die Zulieferer enorme Chancen. Schon jetzt würden Fahrzeugteile mit einem Volumen von 2,5 Milliarden Euro rund 50 Prozent der automobilen Ausfuhren umfassen. 47.000 Mitarbeiter seien in China für deutsche Zulieferer tätig, von denen sich 23 Unternehmen auf der Auto-China an einem Gemeinschaftsstand des Verbandes vorstellten.
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