Mo, 14th April, 2008 - Posted by
20 Milliarden Euro setzt die Versicherungsbranche jedes Jahr alleine mit Kfz-Versicherungen um, die sich damit zum drittwichtigsten Geschäftszweig entwickelt haben. Jedes Unternehmen versucht dabei, ein möglichst großes Stück vom Kuchen für sich zu ergattern. Am einfachsten ist das, wenn man direkt mit den Autohäusern kooperiert und die Fahrzeuge gar nicht erst auf dem freien Versicherungsmarkt landen. Das will die Allianz nun stärker für sich nutzen. Denn die Konkurrenz schläft nicht. Auch die Zurich und die Nürnberger-Versicherung arbeiten eng mit der Automobilindustrie zusammen.
Ziel der Allianz sei es, das Kooperationsgeschäft innerhalb der nächsten fünf bis sieben Jahre zu verdoppeln, so Vorstand Karl-Walter Gutberlet. Dazu soll auch der internationale Markt sondiert werden. Der Vertriebsweg trägt den passenden Namen „Automotive“ und macht beim Konzern weltweit zehn und in Deutschland rund 22 Prozent aus. Als größten Partner konnte die Allianz den Volkswagen-Konzern für sich gewinnen. Im Portfolio sind bisher zwölf Hersteller und 24 Automarken. Experten gehen davon aus, dass insgesamt rund ein Drittel aller Autos in Deutschland auf diesem direkten Weg versichert werden.
Das macht die Autohäuser zum idealen Partner. Sie verkaufen das Auto und gleich dazu die Kfz-Haftpflicht- und Kaskoversicherung. Ein weiterer Schritt, den die Allianz auf die Werkstätten und Händler zugeht, betrifft die Abwicklung von Schäden. Für Standard-Reparaturen sollen Verrechnungssätze vereinbart werden. Die Arbeit der Versicherung werde dadurch in 80 Prozent der Fälle erheblich erleichtert. Rechnungskontrollen würden dann der Vergangenheit angehören.
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