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Die Mischung macht’s auch beim Asphalt

Fr, 11th April, 2008 - Posted by Andre -

Wer schon einmal an einer Straße mit frisch aufgetragenem Belag vorbeigefahren ist, wird vermutlich die Nase gerümpft haben. Sonderlich angenehm sind die Dämpfe nicht, die vom heißen Asphalt ausgehen und denen die Arbeiter auf Deutschland Straßen Tag für Tag ausgesetzt sind. Nordrhein-Westfalen hat sich jetzt als erstes Bundesland dazu entschieden, etwas dagegen zu unternehmen und setzt fortan auf eine neue Mischung, die weniger Temperatur benötigt.

Bisher wurde der Gussasphalt auf 250 Grad erhitzt, damit er flüssig genug war, um sauber verarbeitet und aufgetragen werden zu können. Das neue Verfahren kommt mit 220 Grad Celsius aus und sorgt dafür, dass es weniger müffelt. Möglich wird das durch viskositätsverändernde (die Fließeigenschaften verändernde) Zusätze auf mineralischer und organischer Basis. Dabei handelt es sich unter anderem um Wachse und Paraffine. Sie beeinflussen die Zahlflüssigkeit des Asphalts und machen ihn geschmeidiger. Gleichzeitig sorgt die Mixtur dafür, dass weniger Kohlendioxid an die Umwelt abgegeben wird.

An der Grundrezeptur mit Gestein, und Bitumen als Bindemittel ändert sich nichts. Lediglich die Zusatzstoffe sind neu und haben sich bereits bewährt. Sobald die Fahrbahndecke erkaltet, kristallisiert das enthaltene Wachs aus. Der Asphalt wird dadurch erheblich standfester und die Fahrbahn hält länger. 20 Jahre sind es, die ein Belag aus Gussasphalt im Schnitt befahren werden kann, ehe er erneuert werden muss. Aus diesem Grund wird er vornehmlich auf stark befahrenen Straßen genutzt. Das neue Verfahren ist zwar ein wenig teurer. Der Unterschied halte sich aber in Grenzen, heißt es seitens der Behörden.

Category : Verkehr

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