Mi, 9th April, 2008 - Posted by
Die Autohersteller geben sich alle Mühe, den Innenraum ihrer Fahrzeuge so sicher wie möglich zu gestalten. Ähnlich sollten auch die Halter verfahren, wenn sie sich für zusätzliche Sicherungssysteme entscheiden. So sind seit gestern alle Kindersitze verboten, die vor 1995 hergestellt wurden und die Prüfnormen ECE 44/01 und ECE 44/02 tragen. Sie sind ab sofort in ganz Europa tabu und müssen durch moderne Sitze ersetzt werden, die den Normen ECE 44/03 oder ECE 44/04 entsprechen. Hält man sich nicht daran, kostet das ein Bußgeld von 30 Euro.
Der Automobilclub von Deutschland rät, den Sitz im Fahrzeug anzupassen und entsprechend der Bedienungsanleitung zu befestigen. Denn nicht alle Modelle, die im Handel angeboten werden, lassen sich auch problemlos in jedem Auto montieren. Zu beachten ist ferner, für welches Gewicht der Sitz ausgelegt ist, schließlich sind auch die Kinder nicht alle gleich schwer. Ein wenig vorsichtig sollte man bei gebrauchten Sitzen sein. Bei ihnen kann das Material schon stark beansprucht sein. Ohne die Original-Quittung und die Anleitung sollte man besser die Finger davon lassen.
Das gilt auch für sehr viele Methoden, mit denen Tierhalter ihre Lieblinge durch die Lande kutschieren. Der ADAC hat jetzt Tiersicherungssysteme einem Crashtest unterzogen und kam dabei zu erschreckenden Ergebnissen. Der wichtigste Tipp der Tester: Hunde- oder Katzenboxen haben nichts auf dem Rücksitz verloren, selbst, wenn sie mit dem Gurt gesichert werden. Auch das Haltegeschirr ist zu unsicher. Bei einem Modell brach der Karabinerverschluss. Besser sind Isofix-Verbindungen oder Gurtschlösser. Die Boxen erwiesen sich beim Crash als gefährliche Geschosse oder aber sie zerbarsten und das Tier wurde durch das Auto geschleudert. Schon ein Hund von 20 Kilogramm Gewicht prallt bei 50 Km/h mit einer Wucht von einer halben Tonne auf. Am sichersten sind die Tiere im Fußraum der Rücksitze in ihrer Box aufgehoben oder im Kofferraum, der durch ein Gitter von Fahrraum abgetrennt werden sollte. Wird das Tier nicht gesichert, kostet das bis zu 50 Euro. Gut beraten ist man mit Systemen, die ein Crashtestverfahren nach ECE R17, ECE R 126 oder DIN 75410-2 durchlaufen und bestanden haben.
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