Mo, 7th April, 2008 - Posted by
Es liegt noch gar nicht so weit zurück, da bescherte die Marke Smart dem Mutterkonzern Mercedes nichts als Schwierigkeiten. In der Anfangsphase verkaufte sich der Kleinstwagen so gut wie gar nicht, später entwickelte sich der Smart zu einem Kultwagen – subventioniert werden musste er allerdings trotzdem. Nun hat es den Anschein, dass das Geschäft mit dem Smart endlich kostenneutral bzw. sogar leicht profitabel verläuft. Entsprechende Aussagen sind zumindest von Branchenkennern zu hören.
Umso ärgerlicher ist es deshalb, dass es jetzt in den USA zu einem Zwischenfall gekommen ist, der womöglich zu einem Rückgang der Fahrzeugsverkäufe führen könnte. Denn gerade die USA sind für Smart zu einem wichtigen Markt geworden. Für dieses Jahr hat sich das Unternehmen das Ziel gesetzt, mindestens 25.000 Fahrzeuge nach Übersee zu verschiffen. Doch ein Bericht, der zu Beginn der vergangenen Woche veröffentlicht wurde und über den Zwischenfall informiert, fand in den USA schnell Verbreitung. Alle großen Zeitungen berichteten über die Ergebnisse eines Crashtests, der von der Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA durchgeführt wurde: Bei einem Aufprall löste sich die Tür vom Fahrzeug, was bedeutend könnte, dass der Fahrer aus dem Fahrzeug geschleudert wird.
Die Nachricht wurde vor allem deshalb so stark verbreitet, weil der Smart für eine Menge Aufsehen in den USA gesorgt hat. Die Zahl der Fangemeinde ist mindestens so groß wie die der Spötter, die in einem Land, indem die Menschen bevorzugt große Geländefahrzeuge fahren, nicht gerade klein ist.
Allerdings ist die NHTSA nicht zu dem Ergebnis gekommen, dass der Smart kein sicheres Fahrzeug sei. Im Gegenteil: Beim Seitenaufprall hat der Kleinstwagen fünf von fünf möglichen Sternen erhalten. Was den Insassenschutz betrifft, so waren es vier von fünf Sternen. Lediglich was den Frontalaufprall betrifft, so wurden drei Sterne vergeben.
Somit bleibt erst einmal abzuwarten, inwiefern sich die Verkaufszahlen ändern werden, bzw. ob das Ergebnis des Crashtests Einfluss auf die Verkaufszahlen nimmt. Ebenfalls bleibt abzuwarten ob Mercedes reagiert und die Tür bei den künftigen Modellen ggf. modifiziert.
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