So funktioniert Bluetec
In meinem gestrigen Blog-Post ging es um Dieselfahrzeuge von Mercedes, die den Zusatz Bluetec tragen und vom Hersteller als besonders umweltfreundlich angepriesen werden. Weil die Bluetec Technologie den meisten Leuten bisher noch unbekannt ist, möchte ich sie heute näher vorstellen.
Bluetec bezeichnet ein so genanntes Abgasnachbehandlungskonzept zur Reduzierung von Schadstoffen in den Abgasen von Dieselfahrzeugen. Um genau zu sein, wird der Anteil an Stickoxiden (NOx) reduziert. Die Technologie wurde von Mercedes entwickelt und hat mittlerweile die Serienreife erlangt – wobei gleich an dieser Stelle angemerkt werden soll, dass es zwei unterschiedliche Bluetec-Konzepte gibt, nämlich eines für Pkws sowie eines für Lkws.
Die Bluetec Technologie zeichnet sich in erster Linie dadurch aus, dass neben dem klassischen Oxidations-Katalystor und einem Russpartikelfilter noch ein zweiter Katalysator, der so genannte SCR-Katalysator zum Einsatz kommt. Der SCR-Katalysator ist speziell für die Reduzierung der Stickoxide verantwortlich. Diese Kombination von zwei Katalysatoren und einem Russpartikelfilter gelangt bei Pkws zum Einsatz.
Bluetec soll aber auch bei Lkws bzw. Nutzfahrzeugen zum Einsatz gelangen. Im Prinzip werden dieselben Komponenten verbaut, nur mit dem Unterschied, dass in die Abgase eine zusätzliche Flüssigkeit injiziert / eingedüst wird. Bei der so genannten AdBlue Flüssigkeit handelt es sich um wässerige Harnstofflösung, die den Wirkungsgrad des SCR-Katalysators verbessert. Die Kombination von AdBlue und SCR-Katalysator soll den Anteil der Stickoxide um bis zu 80 Prozent reduzieren. Allerdings ist der Bedarf an AdBlue verhältnismäßig groß: Auf einer Strecke von 6.500 Kilometer werden rund 90 Liter verbraucht. Dies ist auch der Hauptgrund, weshalb AdBlue vorerst in Nutzfahrzeugen eingesetzt wird. Im Pkw-Bereich würden es viele Autofahrer schlichtweg lästig finden, ständig die AdBlue Lösung nachfüllen zu müssen.
Doch vorerst bleibt erst einmal abzuwarten, wie Bluetec von den Autofahrern aufgenommen wird. Dies werden wir nächstes Jahr erfahren, wenn die ersten Modelle bei den Mercedes Händlern erhältlich sind.
Related Articles:

