Ressourceneffizienz im Automobilbau
Der Automobilhersteller BMW hat das Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT) und die Queen’s University (Belfast, Nordirland) mit einer Studie beauftragt. Im Rahmen der Studie sollte ermittelt werden, wie schonend bzw. effizient einzelne Automobilhersteller mit den Ressourcen Kapital, Wasser, Abfall und Emissionen umgehen. Die ermittelte Ressourceneffizienz der Automobilhersteller wird durch den so genannten „Sustainable Value“ ausgedrückt.
Die Idee, eine Ressourceneffizienz zu ermitteln, ist sicherlich ein guter Ansatz. Besonders Politiker und Branchenkritiker haben bisher fast ausschließlich auf die Emissionswerte einzelner Fahrzeuge geachtet – doch darauf, in welchem Maß Ressourcen bei deren Produktion verbraucht werden, haben vermutlich nur die wenigsten geachtet. Gerade wenn es um die Besteuerung von Fahrzeugen geht, wäre es eventuell gar nicht so verkehrt, nicht nur auf die Emissionswerte zu achten. Stattdessen könnte auch berücksichtigt werden, wie viel Energie benötigt wurde und welche Abfälle angefallen sind, um ein Fahrzeug herstellen zu können.
Die Ergebnisse der Studie wurden heute veröffentlicht. An die Spitze der ressourceneffinzientesten Automobilhersteller hat sich Toyota gesetzt. Das japanische Unternehmen soll im Hinblick auf seinen Ressourceneinsatz mit Abstand am effizientesten arbeiten. Auf Platz zwei folgt der Auftraggeber der Studie, BMW. Andere deutsche Automobilhersteller, wie zum Beispiel Mercedes oder Volkswagen haben ebenfalls überdurchschnittlich gut abgeschnitten.
Zu den eindeutigen Verlierern zählen die amerikanischen Automobilhersteller. Die Unternehmen Ford und GM belegen die letzten Plätze. Daran wird ersichtlich, dass die meisten US-Fahrzeuge nicht nur sprithungrig sind, sondern auch bei der Herstellung die Umwelt stark belasten – wobei sich diese Aussage selbstverständlich nur auf den Ressourceneinsatz bezieht. Denn in wie fern mit den Abfallstoffen umgegangen wird, die bei der Produktion anfallen, wurde in der Studie nicht berücksichtigt – dies könnte einigen asiatischen Herstellern, die sonst verhältnismäßig gute Plätze belegt haben, im Ranking zurückwerfen.

