Di, 25th März, 2008 - Posted by
Für die deutschen Autobauer, oder genauer, deren Mitarbeiter in den deutschen Werken, brechen schwere Zeiten an, sagt Experte Ferdinand Dudenhöffer vom Center Automotive Research der Fachhochschule Gelsenkirchen. Viele Fahrzeuge, die momentan noch hierzulande produziert würden, liefen in den kommenden Jahren im Ausland vom Band. Diese Entwicklung gehe einher mit einem drastischen Stellenabbau, der bis 2013 eine Dimension von 15.000 bis 20.000 Arbeitsplätzen erreiche.
Ein wenig abgezeichnet hat sich dieser Trend bereits. Bei BMW stehen über 8.000 Stellen in Deutschland zur Debatte, bei General Motors über 5.000. Mercedes Benz und VW haben in punkto Mitarbeiterzahl bereits die Notbremse gezogen. Ursachen für den von Dudenhöffer ausgemachten Trend sind die hohen Zölle für die Einfuhr nach Russland und der sehr schwache Dollar. Bei einem Audi A5 ergebe der Dollarkurs einen Preis, der rund 11.500 Euro unter dem liege, was in Deutschland verlangt werde. Das führe dazu, dass die Kapazitäten in den USA ausgebaut würden. Statt 233.000 Autos exportierten die deutschen Hersteller bis 2013 nur noch 100.000 in die Staaten.
Ähnliches werde sich auch auf dem russischen Markt abspielen. Die Zahl der vor Ort produzierten Wagen steige von aktuell 100.000 in den kommenden Jahren auf rund 620.000. Bis diese Zahlen erreicht seien, würden die Exporte zwar noch ein wenig zunehmen. 2013 spätestens liege man 60 Prozent unter dem heutigen Niveau. Für Ferdinand Dudenhöffer steht fest: „Das Wachstum der deutschen Autobauer geht nach 2009 an Deutschland vorbei.“ VW, Opel und Ford seien besonders davon betroffen.
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